Polizei in Velten: Großeinsatz in der Stadt unblutig beendet, was bekannt ist
Polizei in Velten
: Großeinsatz in der Stadt unblutig beendet, was bekannt ist
UPDATE O Uhr: Der Großeinsatz in Velten wurde gegen 23.30 Uhr beendet, ohne dass jemand zu Schaden gekommen ist. Ein Mann aus Velten hat sich in seiner Wohnung verschanzt. Was bisher bekannt ist.
08.10.2026, 18:39 UhrVelten
Wenn Sie MOZ als bevorzugte Quelle bei Google auswählen, zeigt Google unsere Artikel häufiger in Ihren Top-Storys und Suchergebnissen an – gekennzeichnet mit einem „Bevorzugt"-Hinweis. Sie können diese Auswahl jederzeit in Ihren Google-Kontoeinstellungen wieder ändern.
In Velten gibt es am Donnerstag einen größeren Polizeieinsatz – betroffen ist die Viktoriastraße.
Gegen 18.30 Uhr bestätigte die Polizei nur den Einsatz, weitere Angaben fehlen.
Laut Zeugen sind mehrere Straßen gesperrt, Beamte mit Maschinenpistolen sind vor Ort.
Anwohnerinnen und Anwohner sollen ihre Wohnungen derzeit nicht verlassen.
Gerüchte aus sozialen Medien sind unbestätigt. Der Text wird bei neuen Infos aktualisiert.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
War das hilfreich für Sie?
Die Informationen der Polizei sind den gesamten Abend über spärlich. Bestätigt wurde über Stunden lediglich ein „polizeilicher Einsatz“. Betroffen ist die Viktoriastraße.
Mehrere Straßen wurden gesperrt. Das Einsatzgebiet wurde durch Beamte, mitunter mit Maschinenpistolen, abgesichert. Anwohnerinnen und Anwohner durften, so heißt es, ihre Wohnungen derzeit nicht verlassen.
Einsatzkräfte in Velten bereiten sich vor
Die Polizei äußerte sich auch am späteren Abend äußerst zurückhaltend. „Wir sind momentan hier, um die Lage und die Situation zu klären“, so Polizeisprecher Joachim Lemmel auf Nachfrage gegen 19.30 Uhr. Er wiederholte die Sätze gegen 20 Uhr. Offenbar sind die Einsatzkräfte noch mit den Vorbereitungen beschäftigt. Wie viele vor Ort sind, ist nicht bekannt.
Oberhavel
Alles Wichtige aus dem Landkreis Oberhavel.
Warum die Beamten ausrückten, war zu diesem Zeitpunkt offiziell noch nicht bekannt. Es gab keine gesicherten Informationen zur Gefahrenlage. Nach ersten, zunächst unbestätigten Hinweisen hatte sich eine Person mit einer Schusswaffe in einer Wohnung verschanzt.
Polizeisprecher Joachim Lemmel bestätigte das gegen 21.35 Uhr. „Es hat sich jemand verschanzt.“ Die Person sei „möglicherweise bewaffnet“. Zuvor war die Maßnahme zur Kontaktaufnahme angelaufen. „Wir versuchen, direkt und telefonisch mit ihm in Kontakt zu treten“, so Lemmel. Offenbar gestaltet sich das als schwierig.
Verschanzter Mann reagiert nicht auf Einsatzkräfte
Das sollte sich gegen 22.10 Uhr bestätigen. Die Einsatzkräfte hatten es noch nicht geschafft, in Kontakt zu treten. „Telefonisch geht er nicht ran“, so Joachim Lemmel. „Und auf die direkte Ansprache über Lautsprecher gibt es keine Reaktion.“
Die Einsatzkräfte verschaffen sich laut Polizeisprecher einen Überblick über die räumliche Situation des Gebäudes. „Wir schauen, was für weitere Möglichkeiten es gibt.“ Es sei nicht einzuschätzen, wie lange der Einsatz noch dauern wird. Gegen 22.45 Uhr sondierten die Spezialkräfte noch die Lage. „Es ist nicht sicher, wo genau er ist und was er macht“, so Lemmel.
Der Mann ergab sich unbewaffnet der Polizei
Gegen 23.45 Uhr teilte der Polizeisprecher mit: „Der Einsatz wurde gerade beendet. Wir hatten es inzwischen geschafft, den Mann ans Telefon zu bekommen.“ In dem Gespräch konnte er dazu gebracht werden, das Haus an der Viktoriastraße zu verlassen. Der Mann folgte der Aufforderung der Polizei, unbewaffnet vor die Tür zu treten. Ob sich in seiner Wohnung eine Waffe befindet, sei Gegenstand weiterer Ermittlungen.
„Alles hat sich in der Wohnung abgespielt“, berichtete Lemmel über das Drama, in das auch eine Frau verwickelt war. Ob und wenn, wie diese bedroht worden ist, konnte der Polizeisprecher noch nicht sagen. Er bestätigte aber, dass die Frau aus der Wohnung fliehen und die Polizei informieren konnte. Daraufhin kam es zu dem Großeinsatz.
„Für uns hatte es oberste Priorität, die Kinder unversehrt herauszuholen.“
Joachim Lemmel
Polizeisprecher Polizeidirektion Nord
Eine besondere Brisanz erhielt der Einsatz dadurch, dass auf dem Hinterhof des Grundstücks ein Sportverein sein Domizil hat. Als sich der Mann in der Wohnung verschanzte, befanden sich neun Kinder und zwei Trainer in den Räumlichkeiten. Diese schlossen sich sofort ein und informierten die Polizei.
„Für uns hatte es oberste Priorität, die Kinder dort unversehrt herauszuholen“, versicherte Lemmel. Im Laufe des Abends sei es Spezialeinsatzkräften gelungen, die Kinder herauszuholen. Zwischenzeitlich hatte die Stadt Velten in der Ofenstadthalle einen Sammelpunkt eingerichtet, der auch als Anlaufstelle für betroffene Eltern diente.
Weitere Details zu dem Einsatz dürfte die Polizei im Laufe des Freitags (10. Oktober) . Im Fokus dürften dabei folgende Fragen stehen: War der Täter bewaffnet? In welcher Form hat er die Frau bedroht und in welchem Verhältnis stand er zu ihr? Welches Motiv hatte der Mann, der diesen Großeinsatz ausgelöst hat?