Polizei muss sich beim Todeszeitpunkt korrigieren
Startseite Deutschland Polizei muss sich im Fall Bella (3) wieder korrigieren – diesmal beim Todeszeitpunkt Von: Hannes Niemeyer Uns auf Google folgen Im Fall der toten Bella (3) lief bei den Ermittlungen wohl nicht alles nach Plan. Gleich zweimal muss die Polizei für Fehler geradestehen. Preetz – Seit Donnerstag (6. August) gibt es traurige Gewissheit: Die kleine Bella (3) ist tot. Das autistische Mädchen war am Mittwochmittag im schleswig-holsteinischen Preetz als vermisst gemeldet worden. Tags darauf wurde sie tot in einem Swimmingpool an ihrem Elternhaus gefunden. Als Todesursache wurde in der rechtsmedizinischen Untersuchung Ertrinken festgestellt. Bei der Suche und den Ermittlungen ging allerdings nicht alles glatt. Denn wie am Freitag bekannt wurde, hatte die Polizei bereits am Mittwoch um 14 Uhr erstmalig das Grundstück und die Wohnung durchsucht. Auch der Pool soll dabei in Augenschein genommen worden sein. Die Leiche des Mädchens hatten die Beamten allerdings nicht entdeckt. Erst am Donnerstagvormittag fand man sie dann tot im Pool. Polizei-Pannen bei Suche nach Bella (3): Ermittler führten bei Pool nur „oberflächliche Sichtprüfung“ durch Am Freitag gestand die Polizei schließlich den Fehler in der Suche vom Mittwoch ein. „Entgegen vorheriger Angaben wurde der Pool auf dem Grundstück zu dieser Zeit nicht durchsucht. Es fand lediglich eine oberflächliche Sichtprüfung statt“, berichtete die Polizei schließlich. Gegen Mitternacht durchsuchten Einsatzkräfte gar nochmals Wohnhaus und Garten. Erstmals suchten sie den Pool dabei genauer ab. „Warum die Absuche des Pools nicht zum Auffinden des Kindes geführt hat, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht gesagt werden“, berichtete die Polizei. Nun kommt allerdings noch eine weitere Frage auf: Die nach dem Todeszeitpunkt. „Nach jetzigem Erkenntnisstand ist das Kind unmittelbar nach seinem Verschwinden in den Pool gefallen und war bei Beginn der polizeilichen Suchmaßnahmen bereits ertrunken“, berichtete die Polizei. Der Todeszeitpunkt solle „weit vor Mitternacht“ gelegen haben, hieß es zunächst, schreibt auch RTL unter Berufung auf die Polizei. Auch diese Aussage musste allerdings relativiert werden. Verwirrung um Todeszeitpunkt von Bella – Polizei korrigiert Angabe Nach der Obduktion ließ sich nicht genau bestätigen, ob das Mädchen schon zu Beginn der polizeilichen Maßnahmen ertrunken war. Laut RTL korrigieren die Ermittler die Aussagen zum Todeszeitpunkt ausdrücklich. „Der Todeszeitpunkt steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest“, zitiert das Medium Polizeisprecherin Babette Weiß. Sicher ist demnach lediglich, dass das Kind beim Fund der Leiche bereits mehrere Stunden tot gewesen ist. Eine konkrete zeitliche Eingrenzung ist laut Polizei nicht möglich. Fest stehe allerdings, dass es keine Hinweise auf eine Gewalttat gegeben habe. (Quellen: RTL, dpa) (han)