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Polizei ruft 15 Jahre nach Babyfund in Potsdam zu DNA-Test auf

Nation

Rund 15 Jahre nach dem Fund eines getöteten Babys in Potsdam startet die Polizei einen Massen-Gen-Test. Nach Angaben der Polizei werden dafür rund 1.500 Frauen gebeten, Ende November freiwillig eine Speichelprobe abzugeben.

Die Behörde schreibe Frauen teils in anderen Bundesländern an, wenn sie beispielsweise inzwischen weggezogen seien. "Die Auswahl der Frauen erfolgt anhand ihres Alters, ihres damaligen Wohnortes beziehungsweise ihres zeitlichen Bezugs zum Untersuchungsgebiet", teilte die Polizei weiter mit. Zuerst hatte die "Märkische Allgemeine Zeitung" berichtet.

Sie erhofft sich eine rege Beteiligung, um weitere Frauen als mögliche Mutter auszuschließen. So soll die Ermittlungen voran gebracht werden. Die Frauen können ihre Speichelprobe an zwei Tagen im November in der Zeppelin-Grundschule in Potsdam abgeben oder telefonisch einen Termin abstimmen.

Spaziergänger hatten den leblosen Säugling im Jahr 2011 einen Tag vor dem Heiligen Abend in einem Garagenkomplex in Potsdam-West gefunden. Das Neugeborene war in ein Handtuch gewickelt und wies Spuren von Gewalt auf. Die Mordermittler gaben dem getöteten Säugling den Namen Victoria.

Bereits in den vergangenen Jahren sind im dem Fall laut Polizei bereits mehr als 2.000 Speichelproben mit vorhandenen Spuren abgeglichen worden. Mit einem Fahndungsplakat ruft die Polizei mögliche Zeugen auf, sich zu melden. "Auch nach dieser langen Zeit gibt die Polizei die Suche nach der Mutter des Babys nicht auf", hieß es in einem Zeugenaufruf. Es sind 10.000 Euro Belohnung für Hinweise ausgesetzt, die zur Aufklärung der Straftat führen.

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