Polizei schießt auf Mann in München: Alle Infos zum Einsatz
Startseite Lokales München Polizei schießt auf Mann in München: So lief der Vorfall genau ab – LKA ermittelt Von: Lucas Sauter Orengo Uns auf Google folgen In München kam es am Dienstagnachmittag zu einem Großeinsatz der Polizei. Anwohner hatten in Schwabing Alarm geschlagen, es kam zum Schusswaffengebrauch der Polizei. Update vom 19. August, 07.07 Uhr: Ein junger Mann ist am Dienstagabend in München-Schwabing durch einen Schuss aus einer Polizeiwaffe schwer verletzt worden. Einsatzkräfte hatten ihn im Bereich der Ecke Clemensstraße/Belgradstraße gestellt, nachdem Zeugen gemeldet hatten, er hantiere auf offener Straße mit einem pistolenähnlichen Gegenstand. Das Viertel wurde weiträumig abgesperrt, der Tramverkehr kam zum Erliegen. Polizei-Schuss in Schwabing: Mann schwer verletzt – Straßen stundenlang gesperrt Der Notruf war laut einem Polizeisprecher gegen 17.15 Uhr eingegangen. Weil eine Person mit einer möglichen Waffe gemeldet worden war, schickte die Polizei mehrere Streifen zum Einsatzort. „Wenn wir eine Person mit Waffe gemeldet bekommen, sind wir mit starken Kräften im Einsatz“, erklärte der Sprecher. Rund 15 Minuten später, gegen 17.30 Uhr, machten Beamte den etwa 20-Jährigen ausfindig und sprachen ihn an – in dieser Situation fiel der Schuss. Einer Zeugin zufolge war der Knall deutlich zu hören. Der Verletzte wurde anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Zuvor habe es keine kriminelle Handlung gegeben, betonte die Polizei. Warum der Schuss fiel – das ist noch unklar Wie genau es zum Schusswaffengebrauch kam und wie der genaue Ablauf war, ist bislang Gegenstand laufender Ermittlungen. Der pistolenähnliche Gegenstand, den der Mann bei sich hatte, wurde sichergestellt. Ob es sich dabei um eine echte Schusswaffe handelt, war zunächst noch nicht geklärt. Auch die Identität des Mannes blieb zunächst unbekannt: Bei ihm wurde kein Ausweisdokument gefunden. Laut Polizei dürfte die Identifizierung voraussichtlich bis Mittwoch dauern. Kripo, Spurensicherung und LKA vor Ort Am Einsatzort trafen Kriminalpolizei und Spurensicherung ein. Auch Beamte des Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) rückten an – das LKA ermittelt grundsätzlich immer dann, wenn Polizistinnen oder Polizisten ihre Schusswaffe eingesetzt haben. Die Behörde hat zu prüfen, ob der Schusswaffengebrauch rechtmäßig war. Die am Einsatz unmittelbar beteiligten Beamten werden laut Polizei betreut. Zeugensammelstelle eingerichtet – Tram stundenlang ausgefallen Das belebte Viertel rund um die Kreuzung Clemensstraße/Belgradstraße war über Stunden weiträumig abgesperrt. Der Tramverkehr war in dem Bereich unterbrochen, es kam zu erheblichen Behinderungen. Zeugen wurden direkt vor Ort befragt; die Polizei richtete eigens eine Zeugensammelstelle ein. Erst am späten Abend gab die Polizei auf der Plattform X bekannt, dass die Maßnahmen vor Ort abgeschlossen und die Verkehrssperren aufgehoben worden seien. Update, 20.49 Uhr: Wie ein Polizeisprecher gegenüber unserer Redaktion erklärt, werden die Verkehrssperren „nach und nach“ im Laufe des Abends „runtergefahren“. Lediglich konkret am Einsatzort, rund um die Tramstation Clemensstraße, könnte es noch zu Beeinträchtigungen kommen. Weiter heißt es: „Es ist so, dass wir heute nicht den Verdächtigen identifizieren konnten, das werden wir morgen im Laufe des Vormittags tun.“ Die Person sei derzeit am Leben und befinde sich in einem Krankenhaus. Vor Ort sei noch das LKA, um die „Rechtmäßigkeit des Schusswaffengebrauchs zu überprüfen“, auch die Staatsanwaltschaft sei eingebunden. Polizei schießt auf Mann in München: Sprecher gibt Infos zu weiterem Ablauf – Details zu Verdächtigem „In der Spitze waren wir mit 80 Einsatzkräften vor Ort“, erklärt der Sprecher abschließend. Für die Anwohner bestehe keinerlei Gefahr, am Mittwoch werde mit weiteren Informationen gerechnet. Laut MVG würde auch die Tram ab etwa 22 Uhr wieder normal fahren. Update, 20.05 Uhr: Wie unsere Reporterin vor Ort berichtet, läuft der Einsatz in Schwabing weiterhin auf Hochtouren. Zwischen Herzog- Ecke Belgradstraße und Belgrad- Ecke Destouchesstraße ist der Bereich weiterhin gesperrt. Wie Polizeisprecher Thomas Schelshorn gegenüber unserer Redaktion vor Ort berichtet, ist aktuell eine Drohne für „Übersichtsbilder“ im Einsatz, auch eine Hundertschaft sei vor Ort. An der Tramhaltestelle Clemensstraße stehen am Dienstagabend noch etwa ein Dutzend Einsatzkräfte, am Boden ist eine Rettungsdecke zu sehen. Ob und wie diese mit dem Geschehenen in Zusammenhang steht, ist derzeit noch unklar. Polizei schießt auf Mann in München: Drohne im Einsatz Zum Gesundheitszustand erklärt Schelshorn weiter: „Die Person befindet sich am Leben.“ Weitere Angaben könnten derzeit nicht gemacht werden, auch weitere Hintergründe seien derzeit noch Teil der Ermittlungen. Update, 19.04 Uhr: Wie die Polizei mitteilt, ist die tatverdächtige Person, gegen die der Schusswaffengebrauch angewendet wurde, schwer verletzt. Was sich genau abgespielt hat, ist derzeit Teil der Ermittlungen. Auch, ob die Person mit dem „pistolenähnlichen Gegenstand“ Menschen oder die Polizei bedroht habe. Großeinsatz in München: Schusswaffengebrauch der Polizei – Tramlinien umgeleitet Update, 18.49 Uhr: Aufgrund des Großeinsatzes in Schwabing gibt es aktuell starke Verkehrsbeeinträchtigungen, auch die Straßenbahn kann derzeit nicht fahren. Betroffen sind die Linien 12 und 18. Kripo und Spurensicherung seien auf dem Weg zum Ort des Geschehens, ebenso Beamte des Bayerischen Landeskriminalamtes, sagte der Polizeisprecher weiter. Das Landeskriminalamt ermittelt stets, wenn ein Polizeibeamter oder eine Polizeibeamtin die Waffe eingesetzt hat. Erstmeldung vom 18. August Wie die Polizei meldet, kommt es in München am Dienstagnachmittag (18. August) zu einem großen Polizeieinsatz. Demnach hatten Anwohner im Bereich Clemensstraße Ecke Belgradstraße in Schwabing eine verdächtige Person gemeldet, die mit einem „schusswaffenähnlichen Gegenstand“ auf der Straße unterwegs war. Wie die Polizei weiter meldet, machten sich daraufhin zahlreiche Kräfte zum Tatort auf. Dort ist es dann zu einem Schusswaffengebrauch der Beamten gekommen. Die tatverdächtige Person ist demnach auf dem Weg in ein Krankenhaus. Rund um die Gegend sind Straßen weiterhin gesperrt, Autofahrer werden gebeten, den Bereich zu umfahren, so ein Sprecher gegenüber unserer Redaktion. Weiter erklärt die Polizei, dass keine Gefahr bestehe. Weitere Informationen in Kürze