DAX -0,94 % 26.091,33 Pkt 18:00:00 MDAX -1,65 % 31.822,47 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,37 % 6.444,46 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,01 % 53.463,05 Pkt 22:38:37 S&P 500 -0,48 % 7.707,98 Pkt 22:38:31 Nasdaq -1,18 % 26.331,09 Pkt 23:15:59 Nikkei +1,17 % 66.093,97 Pkt 06:37:25 Gold +1,25 % 4.545,30 USD 06:42:19 Silber +2,03 % 67,07 USD 06:41:12 Brent +0,27 % 91,87 USD 06:40:26 WTI -1,44 % 84,59 USD 06:42:17 Bitcoin +0,20 % 69.430,07 USD 06:52:23 EUR/USD +0,87 % 1,16800 USD 06:51:54 EUR/GBP +0,30 % 0,85780 GBP 06:52:24 EUR/CHF -0,66 % 0,93400 CHF 06:52:24 EUR/JPY +0,23 % 185,113 JPY 06:52:20

Polizei-Schuss in München auf Jugendlichen aus Miesbach

Nation

tz München Stadt Schwabing-West Polizei-Schuss in München auf Jugendlichen: Was wir über den Verletzten wissen – Zwei Versionen eines Einsatzes Von: Benedikt Strobach Uns auf Google folgen Ein Jugendlicher ist durch einen Schuss in München schwer verletzt worden. Die Polizei hat nun Details genannt. Zudem wendet sich das Kurdische Zentrum München im Namen der Familie an die Öffentlichkeit. München/Miesbach – Ein Jugendlicher ist am Dienstagabend (18. August) durch den Schuss eines Polizisten in Schwabing schwer verletzt worden. Nun hat die Polizei Details zum Einsatz veröffentlicht – auch über den Verletzten. Zudem wendet sich das Kurdische Zentrum München im Namen der Familie an die Öffentlichkeit – mit eindeutiger Kritik. 14-Jähriger aus Kreis Miesbach in München angeschossen – Was zum Verletzten bekannt ist Demnach handelt es sich um einen 14-Jährigen aus dem Landkreis Miesbach. Der Jugendliche sei laut Münchner Polizeipräsidium im Bereich des U-Bahnhofs Hohenzollernplatz gegen 17.15 Uhr gesehen worden. Zeugen gaben demnach an, er habe offen mit einer schwarzen Schusswaffe hantiert. Dann sei er in einen Bus in Richtung Kurfürstenplatz gestiegen. Zivile Beamte hätten den 14-jährigen Schüler gemeinsam mit einem Begleiter im Bereich der Kreuzung Herzog- und Belgradstraße angetroffen. Nach bisherigen Erkenntnissen zog der 14-Jährige einen waffenähnlichen Gegenstand aus der Hose und machte eine Bewegung, als würde er diese durchladen. Wie sich später herausstellte, handelte es sich um eine Softair-Waffe, die einer echten Beretta-Pistole 92, Kaliber 9 Millimeter, täuschend ähnlich sah. Die Einsatzkräfte forderten den Schüler lautstark auf, die Waffe fallen zu lassen. Dieser drehte sich stattdessen mit erhobener Waffe zu den Polizeibeamten um. Daraufhin gab ein Polizeibeamter einen Schuss ab. Der 14-Jährige wurde dadurch am Oberkörper getroffen und schwer verletzt. Er wurde nach Erste-Hilfe-Maßnahmen vor Ort in ein Krankenhaus gebracht. Nach aktuellen Erkenntnissen befindet er sich in einem stabilen Zustand. Gegen ihn wird nun wegen Bedrohung der Beamten ermittelt. Der Jugendliche mit türkischer Staatsangehörigkeit, der zunächst von Beamten und Zeugen deutlich älter geschätzt wurde, war laut Polizeisprecher Thomas Schelshorn mit seinen Eltern 2023 nach Deutschland gekommen und hatte Asylantrag gestellt. Der Antrag sei aber abgelehnt und die Abschiebung angedroht worden. Kurdisches Zentrum München wendet sich im Namen der Familie an die Öffentlichkeit Am frühen Mittwochnabend (19. August) wendet sich das Kurdische Zentrum München nach einem Gespräch mit der Familie des Jungen mit einer Pressemitteilung an die Öffentlichkeit. „Die Familie weist die bisherige Darstellung der Polizei und in den Medien entschieden zurück“, heißt es in der Mitteilung. Der 14-Jährige Abdulkadir Ö. habe eine Spielzeugwaffe mit sich geführt, um sich mit Freunden einen Spaß zu erlauben. Als die Polizei ihn aufforderte, das Objekt abzulegen, habe er das Spielzeug sofort auf den Boden geworfen und lautstark gerufen: „Es ist eine Spielzeugwaffe! Nicht schießen!“ Dennoch schossen die Beamten. „Trotz seiner schweren Verletzungen drückte ein Polizeibeamter den blutenden Jungen mit dem Fuß auf dem Oberkörper auf den Boden“, heißt es weiter. Und: „Zudem wurde er beschimpft und ihm Handschellen angelegt, obwohl er bereits schwerverletzt am Boden lag. Erst als der Krankenwagen kam, wurden auf Aufforderung der Sanitäter die Handschellen abgenommen.“ Währenddessen habe die Familie versucht, ihren Sohn zu erreichen – trotz der Anrufe auf dem Handy des 14-Jährigen, das sich bereits im Besitz der Polizei befunden habe, seien die Angehörigen nicht über den Vorfall informiert worden. Sie hätten erst durch Freunde davon erfahren. „Wir fordern eine lückenlose Aufklärung der Polizeigewalt gegen Abdulkadir Ö. und fordern vor allem, Einsatzfehler aufzuarbeiten.“ (Quellen: Polizei München, dpa, Pressemitteilung des Kurdischen Zentrums München) (bes, leo)

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