Polizei stoppt Zug aus Frankfurt wegen vermeintlicher Schusswaffe
Zwei Männer mit Pfefferspray-Pistolen haben in einem Zug von Frankfurt nach Marseille für einen Polizeieinsatz gesorgt. Der TGV war um 14.03 Uhr in Frankfurt am Main gestartet.
Vier Fahrgäste hätten unabhängig voneinander beobachtet, dass einer der Männer eine Schusswaffe oder einen ähnlichen Gegenstand unter seiner Jacke verberge, berichtete eine Sprecherin der Bundespolizei. Darüber sei die Bundespolizei gegen 14.30 Uhr aus dem Zug informiert worden.
Polizei prüft waffenrechtlichen Verstoß
Der Zug habe deshalb außerplanmäßig im südhessischen Biblis gehalten. Dort holten Beamte der Bundespolizei die beiden Verdächtigen im Alter von 19 und 20 Jahren aus dem Zug. Bei der Kontrolle stellten sie fest, dass beide Männer jeweils eine Pfefferspray-Pistole bei sich hatten. Die Gegenstände ähnelten echten Pistolen.
"Es hat keine Bedrohungslage im Zug gegeben", sagte eine Polizeisprecherin. Beide Männer hätten sich sehr ruhig verhalten, auch bei der Fahrscheinkontrolle. Der 20-Jährige habe keinen Fahrschein gehabt.
Warum die Männer die Pfefferspray-Pistolen bei sich hatten, war zunächst unklar. Die Pfefferspray-Pistolen seien sichergestellt und die Personalien der beiden Männer aufgenommen worden. Jetzt werde der waffenrechtliche Verstoß geprüft.
Reizgas löst Polizeieinsatz in Fulda aus
Erst vor wenigen Tagen hatte ein anderer Pfefferspray-Vorfall einen Polizeieinsatz im Bahnverkehr in Hessen ausgelöst. Ein ICE musste am Bahnhof Fulda einen Nothalt einlegen, nachdem rund 15 Menschen über Atembeschwerden und Augenreizungen geklagt hatten.
Die Ursache war laut Bundespolizei ein defektes Pfefferspray, das ein Mitarbeiter einer privaten Sicherheitsfirma im Gepäck hatte. Aus dem Spray war Reizgas ausgetreten. Verletzt wurde niemand.