Polizeieinsatz im Ebersberger Forst: Leiche gefunden
Startseite Lokales Ebersberg Anzing Nach Einsatz im Ebersberger Forst: Polizei findet Leiche an ganz anderem Ort – Verdächtiger festgenommen Von: Leoni Billina, Thomas Gautier, Josef Ametsbichler Uns auf Google folgen Nach der großangelegten Polizeiaktion im Ebersberger Forst hält die Polizei eine Pressekonferenz ab. Grund für die Suchaktion war ein vermisster 51-Jähriger – mittlerweile gibt es traurige Gewissheit. Anzing/Ebersberg – Update, 11.40 Uhr: Wie Armin Ritterswürden, Chef der Mordkommission, auf der Pressekonferenz am Donnerstagmittag bekanntgibt, hatte die Lebensgefährtin des Geschäftsmannes ihn am 16. Juli als vermisst gemeldet. Nach ersten Ermittlungen sei dann sein Auto an der Motorworld in Freimann gefunden worden. Bereits am Folgetag sei die Polizei von einem Gewaltdelikt, ab dem 19. Juli von einem Tötungsdelikt ausgegangen. Spuren hätten darauf hingedeutet. Am Montag (20. Juli) nahm die Polizei einen Tatverdächtigen fest. Das Opfer und der mutmaßliche Täter hätten in einer geschäftlichen Beziehung zueinander gestanden, berichtet Staatsanwältin Juliane Grotz. Zudem gibt es wohl Hinweise, dass der mutmaßliche Täter mit seinem Opfer in den Ebersberger Forst fuhr, dann weiter nach Garmisch-Partenkirchen. Den Angaben nach ist der Verdächtige bereits polizeibekannt. Update, 11.30 Uhr: In einer Pressekonferenz am Donnerstagmittag (23. Juli) informiert die Polizei München über den Fall (siehe Erstmeldung). Demnach ist ein seit Mittwochabend (15. Juli) vermisster 51-Jähriger aus dem Landkreis Starnberg tot aufgefunden worden. Seine Leiche wurde nach Polizeiangaben im Landkreis Garmisch-Partenkirchen gefunden. Spuren führten nach Freimann und in den Anzinger Forst Zunächst führte die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck die Ermittlungen im Vermisstenfall. Im Verlauf ergaben sich rasch konkrete Hinweise auf ein mögliches Gewaltdelikt mit Bezug zur Landeshauptstadt München. Daraufhin schaltete sich das für Tötungsdelikte zuständige Kommissariat 11 der Münchner Polizei ein. Die Ermittler stießen schließlich auf den dringenden Verdacht, dass in einem gewerblichen Objekt im Münchner Stadtteil Freimann ein Verbrechen verübt worden sein könnte. Großangelegte Absuchmaßnahmen im Umfeld und in angrenzenden Regionen – unter anderem im Anzinger Forst, einem Teil des Ebersberger Forstes (siehe Erstmeldung) – folgten. Am Montagmittag schlug die Polizei zu: An seinem Wohnort im Bereich Garmisch-Partenkirchen wurde ein 37-jähriger Tatverdächtiger festgenommen. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei bestand zwischen dem Verdächtigen und dem Opfer eine geschäftliche Beziehung, die im Zentrum des möglichen Tathintergrunds steht. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft München I erließ das Amtsgericht München am Dienstag, dem 21. Juli, Haftbefehl wegen Mordes gegen den 37-Jährigen. Er befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Obduktion in München bestätigt gewaltsamen Tod Am späten Nachmittag desselben Tages führte eine weitere Suchaktion im Landkreis Garmisch-Partenkirchen schließlich zum Auffinden einer Leiche. Die rechtsmedizinische Untersuchung in München brachte am Mittwoch, dem 22. Juli, die traurige Gewissheit: Bei dem Toten handelt es sich zweifelsfrei um den vermissten 51-Jährigen. Als Todesursache stellte die Gerichtsmedizin gewaltsame Fremdeinwirkung fest. Erstmeldung vom 23. Juli, 9.25 Uhr: Bei der Absuche im Ebersberger Forst ging es um ein Tötungsdelikt. Das erfuhr die Ebersberger Zeitung vor einer am späten Donnerstagvormittag angesetzten Pressekonferenz des Münchner Polizeipräsidiums zu dem Fall. Die Mordkommission hatte am Sonntagabend und am Montag durch zahlreiche Beamte ein Areal des Waldgebiets südlich von Anzing absuchen lassen. Absuche im Ebersberger Forst: Es ging um ein Tötungsdelikt Dabei gab es keinen Fund, erfuhr die Redaktion aus mit dem Fall vertrauten Kreisen. Die Ermittlungen hatten demnach aber klare Hinweise auf das Gebiet im nördlichen Forst ergeben, die die Absuche nach Einschätzung der Beamten erforderlich machten. Nun gibt es offenbar neue Erkenntnisse zu dem Fall, die die Münchner Kriminalpolizei gemeinsam mit der ermittelnden Staatsanwaltschaft heute bei einer Pressekonferenz bekanntgeben will. Eine solche Pressekonferenz ist auch bei Tötungsdelikten nicht grundsätzlich üblich; ihre Anberaumung spricht für einen Fall größerer Tragweite. Dieser Artikel wird im Nachgang der Pressekonferenz entsprechend aktualisiert.