Polizist stirbt für seine große Liebe
rosenheim24-de Welt Welt-News Kurz nach dem Heiratsantrag: Polizist stirbt für seine große Liebe – „Er starb als Held“ Von: Martina Hunger Uns auf Google folgen Am Morgen machte Fred Marsh seiner langjährigen Freundin einen Heiratsantrag. Noch am selben Tag geriet sie in einem Fluss in Not – der 24-jährige Polizist sprang ins Wasser und kehrte nicht zurück. Rogers/Arkansas/USA – Es sollte der Beginn eines gemeinsamen Lebens werden – doch nur wenige Stunden später ereignete sich eine Tragödie: Der 24-jährige US-Polizist Fred Marsh ist bei dem Versuch ums Leben gekommen, seine frisch verlobte Freundin aus einem Fluss zu retten. Zuvor hatte er Hailey Lummus nach drei gemeinsamen Jahren einen Heiratsantrag gemacht. Sie hatte Ja gesagt. Das Paar verbrachte den Samstag (18. Juli) gemeinsam mit Freunden auf dem Elk River nahe der Stadt Noel im US-Bundesstaat Missouri. Laut dem Bericht der zuständigen Highway Patrol ereignete sich der Unfall gegen 17.40 Uhr in der Nähe der sogenannten Easy Street. Frisch Verlobte gerät in starke Strömung Nach der Schilderung von Haileys Mutter ging die junge Frau während des Ausflugs ins Wasser. Als sie zu einem Boot zurückkehren wollte, geriet sie offenbar in Schwierigkeiten und konnte sich nicht gegen die Strömung durchsetzen. Ein befreundeter Polizist eilte ihr zunächst zur Hilfe. Als Marsh erkannte, dass seine Verlobte in Not war, sprang auch er ins Wasser. Gemeinsam gelang es den Helfern, Hailey in Richtung eines Kanus zu bringen. Sie konnte gerettet werden. Marsh selbst geriet jedoch zunehmend in Schwierigkeiten. Nach Angaben der Missouri State Highway Patrol war der 24-Jährige erschöpft, ging unter und tauchte nicht mehr auf. Andere Menschen auf dem Fluss versuchten noch, ihn zu erreichen – jedoch ohne Erfolg. Polizist erst am nächsten Morgen geborgen Taucher fanden den jungen Mann erst am Sonntag (19. Juli). Um 10.08 Uhr wurde er nach Angaben der Behörden noch am Fundort für tot erklärt. Marsh hatte bei dem Unglück keine Rettungsweste getragen. Seine zukünftige Schwiegermutter erklärte, Marsh habe die Liebe seines Lebens in Gefahr gesehen und ohne zu zögern geholfen. „Er gab sein Leben, um jemand anderem zu helfen“, sagte sie gegenüber dem US-Sender KHBS. Für die Familie war der junge Polizist längst wie ein Sohn. Haileys Mutter hatte ihren einzigen Sohn einige Jahre zuvor ebenfalls bei einem Unfall verloren. Zwischen ihr und Marsh sei deshalb eine besonders enge Verbindung entstanden: Sie habe ihn Sohn genannt, er sie Mama. Fred Marsh war erst seit wenigen Monaten Polizist Marsh stand noch am Anfang seiner beruflichen Laufbahn. Erst am Donnerstag (9. April) hatte er seine Ausbildung an der Polizeiakademie abgeschlossen. Anschließend nahm er seinen Dienst beim Rogers Police Department im Bundesstaat Arkansas auf. Polizeichef Jonathan Best würdigte den 24-Jährigen als engagierten Beamten, der durch seine Hilfsbereitschaft und Begeisterung für den Polizeiberuf aufgefallen sei. Familie und Freunde beschrieben Marsh als warmherzigen und gläubigen Menschen, der anderen stets zur Seite gestanden habe. Am Montag (20. Juli) wurde sein Leichnam in einem Trauerkonvoi durch den Nordwesten von Arkansas begleitet. Zahlreiche Menschen stellten sich entlang der Strecke auf, um dem jungen Polizisten die letzte Ehre zu erweisen. Spendenaktion für trauernde Verlobte gestartet Haileys Schwester hat nach dem Unglück eine Spendenaktion eingerichtet. Das Geld soll der jungen Frau helfen, ihre neue Wohnung, laufende Rechnungen und weitere unerwartete Ausgaben zu bezahlen. „Fred war ein außergewöhnlicher junger Mann – Sohn, Verlobter, Polizist, Bruder, Freund und noch vieles mehr“, heißt es in dem Spendenaufruf. Die Familie sei von dem plötzlichen Verlust erschüttert und werde ihn sehr vermissen.