Polnische Drohne wurde im Iran gefunden. Im April wurde sie von US-Spezialeinheiten getestet
Im Süden des Iran haben Einsatzkräfte eine Drohne geborgen, die nach Einschätzung von Fachleuten aus Polen stammen könnte. Die iranischen Revolutionsgarden teilten laut „Euronews“ mit, Soldaten hätten das Fluggerät in der Provinz Kohgiluyeh und Boyer-Ahmad abgeschossen. Teheran spricht von einer US-Drohne. Unabhängig bestätigt ist das bislang nicht. Ist es die Tiguar M von uAvionics? Am Wochenende verbreiteten sich Fotos des Wracks online. Der auf Luftfahrt und Konflikte im Nahen Osten spezialisierte Analyst Babak Taghvaee schrieb auf der Plattform X, die Bauform spreche mit hoher Wahrscheinlichkeit für eine Tiguar M des Warschauer Herstellers uAvionics. Die Tiguar M ist eine leichte taktische Drohne für Beobachtungs- und Aufklärungsmissionen. Nach Herstellerangaben hat sie eine Spannweite von 4,1 Metern, eine maximale Startmasse von 25 Kilogramm und kann mehr als 20 Stunden in der Luft bleiben. Die Reichweite soll bei über 1800 Kilometern liegen. Gedacht ist sie für optoelektronische Systeme, die Optik und Elektronik kombinieren, um Lichtsignale in elektrische Signale umzuwandeln, Wärmebildkameras und Langstrecken-Datenverbindungen. Hersteller schweigt bislang Ende April tauchten laut „Wiadomosci Gazeta“, einem polnisches Nachrichtenportal, auf den Philippinen Fotos von der Militärübung Balikatan 2026 auf. Dort testeten Soldaten der 1st U.S. Special Forces Group mehrere Drohnen mit der Bezeichnung „Tiguar“. Laut Bildbeschreibung wurden dabei „Langstrecken-Kommunikationsfähigkeiten“ geprüft. Ob die Tiguar M von den USA bereits regulär beschafft wurde oder nur in kleiner Zahl erprobt wird, ist offen.