Pommes-Rückruf beim Discounter: Wegen Fremdkörpern drohen innere Verletzungen und Blutungen
Die Schne-frost Ernst Schnetkamp GmbH & Co. KG ruft den Tiefkühlartikel Snackmaster Rösti-Fries zurück. In einzelnen Packungen könnten laut „Produktwarnung“ Kunststofffremdkörper enthalten sein. Betroffene Kunden sollen das Produkt nicht essen und in die Filiale zurückbringen.
Pommes-Rückruf bei Netto: Diese Charge ist betroffen
Der Rückruf betrifft ausschließlich folgende Ware:
Produkt: Snackmaster Rösti-Fries
Packungsgröße: 450 Gramm
EAN: 4006934778578
Losnummer: L 6239
Mindesthaltbarkeitsdatum: 02/2028
Losnummer und Mindesthaltbarkeitsdatum stehen laut Hersteller auf der Rückseite der Verpackung. Verkauft wurde der Artikel bei Netto Marken-Discount in Teilen von Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.
Kaufpreis wird auch ohne Bon erstattet
Kunden können betroffene Packungen in ihre Netto-Filiale zurückbringen. Der Kaufpreis wird laut Mitteilung auch ohne Kassenbon erstattet.
Vom Verzehr wird ausdrücklich abgeraten. Kunststoffteile können Verletzungen im Mund- und Rachenraum verursachen und bei Verschlucken auch zu inneren Verletzungen oder Blutungen führen.
Rückrufe zeigen, dass Kontrollsysteme greifen
Lebensmittelrückrufe sind für Verbraucher zunächst beunruhigend, gelten aber auch als wichtiger Teil der Sicherheitskette. Nach Angaben des Qualitätssicherungssystems QS werden in Deutschland im Schnitt etwa zwei Lebensmittel pro Woche zurückgerufen — etwa wegen Salmonellen, Listerien oder möglicher Fremdkörper wie Glas- oder Kunststoffteile. Sobald ein Verdacht auf ein nicht sicheres Produkt besteht, müssen Hersteller unverzüglich handeln und bei bereits verkaufter Ware auch die Öffentlichkeit informieren.
Eine von QS beauftragte Forsa-Umfrage zeigt zudem: 41 Prozent der Befragten verbinden Rückrufaktionen inzwischen mit einem höheren Vertrauen in die Lebensmittelsicherheit und ihre Kontrollsysteme. Entscheidend ist dabei die Rückverfolgbarkeit: Nur wenn Herkunft, Charge und Vertriebsweg eines Produkts schnell nachvollzogen werden können, lassen sich betroffene Packungen gezielt aus dem Handel nehmen und Verbraucher wirksam warnen.