Pony auf Gnadenhof missbraucht: Kameras filmen Unbekannten bei der Tat
Der Schock auf dem Tiergnadenhof in Hochemmerich an der Fährstraße ist groß: Ein Pony ist in der Nacht zu Sonntag sexuell misshandelt worden. Überwachungskameras haben die abscheuliche Tat gefilmt. Die Polizei bestätigt, dass sie wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und wegen Hausfriedensbruchs ermittelt. Unbekannter Täter vergeht sich an Pony in Duisburg: Kameras filmen die Tat Eine junge Frau, die sich um das Pony kümmert, hatte am Sonntag den Verdacht, dass mit dem Tier etwas passiert sein muss. Sie hatte den Eindruck, dass es Schmerzen haben könnte. Außerdem war das Pony ängstlich und schreckhaft. Daraufhin habe man sich die Aufnahmen der Überwachungskameras angesehen und den Missbrauch gegen 2.30 Uhr in der Nacht entdeckt, erklärt Polizeisprecherin Julia Tekock. Hans Zolopa betreibt den Gnadenhof seit mehr als 25 Jahren mit seiner Frau Renate. Er möchte nicht viel zu dem Vorfall sagen. Nur so viel: „Wir haben deutliche Bilder. Wir kriegen den auf jeden Fall.“ Diese Bilder wurden zwischenzeitlich zum Problem. Sie kursierten in den sozialen Medien, wurden vielfach geteilt. Sie wurden inzwischen gelöscht. Jeden Freitagmorgen bekommen Sie die wichtigsten Nachrichten aus dem Duisburger Westen kompakt und übersichtlich direkt in Ihr E-Mail-Postfach. Hier können Sie sich für den Newsletter „Links vom Rhein“ anmelden. Eine solche „private Fahndung“ ist aus guten Gründen verboten. „Die Bilder stammen nicht von uns“, erklärt Tekock. „Wir brauchen einen richterlichen Beschluss, um in die Öffentlichkeitsfahndung gehen zu können.“ Bevor es dazu kommt, müssen alle Ermittlungsansätze ausgeschöpft sein. Dazu gehört auch ein Zeugenaufruf, den die Polizei jetzt gestartet hat. Wer etwas gesehen hat oder hilfreiche Hinweise geben kann, soll sich bei der Polizei unter 0203 2800 melden. Immerhin gibt es auch eine gute Nachricht: „Das Pony ist nicht verletzt“, sagt Hans Zolopa. Es sei leider nicht der erste Fall von Sodomie auf dem Gnadenhof: „So etwas ist schon zwei- bis dreimal passiert. Deshalb haben wir auch die Überwachungskameras.“