DAX +1,75 % 26.039,68 Pkt 18:00:00 MDAX +0,99 % 30.798,65 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,64 % 6.207,07 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,07 % 52.342,56 Pkt 21:20:01 S&P 500 -0,03 % 7.720,39 Pkt 21:20:01 Nasdaq -1,11 % 26.184,73 Pkt 21:30:54 Nikkei +1,10 % 64.659,47 Pkt 07:45:03 Gold -0,37 % 4.036,60 USD 21:20:48 Silber -2,21 % 52,28 USD 21:20:41 Brent -3,21 % 111,62 USD 21:20:20 WTI +0,02 % 102,80 USD 21:20:33 Bitcoin -1,15 % 80.329,99 USD 21:30:42 EUR/USD +0,47 % 1,11820 USD 21:30:45 EUR/GBP -0,10 % 0,83530 GBP 21:30:54 EUR/CHF -0,08 % 0,92160 CHF 21:30:53 EUR/JPY +0,27 % 176,275 JPY 21:30:54

Porsche: Stellenabbau in Verwaltung und Entwicklung im Gespräch

Wirtschaft

Dem angekündigten weiteren Stellenabbau bei Porsche könnten nach Informationen des Handelsblatts bis zu 4000 weitere Jobs zum Opfer fallen. Besonders betroffen sind dem Bericht zufolge Mitarbeiter in den Bereichen Management, Verwaltung und Entwicklung. Am Entwicklungsstandort Weissach sollen rund 30 Prozent der Kapazitäten auf den Prüfstand. Ein Porsche-Sprecher wollte die konkrete Zahl der Stellen auf dpa-Anfrage nicht bestätigen, verwies aber auf ein umfassendes Zukunftspaket, das derzeit in Arbeit sei, um das Unternehmen zu verschlanken. Das Paket solle bis Ende Juli vorgestellt werden.

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Sozialpartner verhandeln noch

Derzeit verhandeln Management und Arbeitnehmervertreter über ein weiteres Sparpaket. Porsche-Chef Michael Leiters hatte bereits im März einen umfassenden weiteren Stellenabbau angekündigt – zusätzlich zu einem ersten Paket. Bis 2029 sollen in der Region Stuttgart bereits rund 1900 Stellen sozialverträglich wegfallen. Auch die Verträge von etwa 2000 befristeten Angestellten sind ausgelaufen. Zudem hatte Porsche im Mai angekündigt, drei Firmen zu schließen, was weitere 500 Beschäftigte betrifft.

Tiefe Krise

Die Marke Porsche, die inzwischen zum Volkswagen-Konzern gehört, steckt derzeit in einer tiefen Krise. Im vergangenen Jahr brach der Gewinn nach Steuern gegenüber 2024 um 91,4 Prozent ein. Statt 3,6 Milliarden Euro verdiente Porsche 2025 nur noch 310 Millionen Euro. Die Geschäfte in China stockten, die Zölle in den USA kosteten viel Geld und die Elektroautos des Unternehmens fanden deutlich weniger Anklang als erwartet. Dazu hat sich Porsche entschlossen, den Verbrenner länger als ursprünglich geplant anzubieten.

Ende Juni gab es auf der virtuellen Hauptversammlung herbe Kritik von Aktionären. „Wir Aktionäre blicken heute auf Porsche und sehen einen Scherbenhaufen“, klagte Ingo Speich von der Fondsgesellschaft Deka. Personalentscheidungen seien zu spät getroffen, Ex-Chef Oliver Blume zu lange in einer überlastenden Doppelrolle belassen und die verfehlte Elektro-Strategie des Vorstands nicht ausreichend kontrolliert worden. Seit Januar hat Porsche einen neuen Chef, dessen Pläne zur Restrukturierung positiv aufgenommen wurden. Zu diesen gehört allerdings auch der Stellenabbau.

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