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Portugal und die Niederlande wollen offenbar Boxer-Radpanzer beschaffen

Wirtschaft

Sowohl die portugiesischen als auch die niederländischen Streitkräfte bereiten offenbar die Beschaffung von Boxer-Radpanzern vor, die im zweiten Halbjahr 2026 erfolgen soll. Dies geht aus einer Präsentation des Rüstungskonzerns Rheinmetall hervor, die im Rahmen des gestrigen Analystengesprächs gezeigt wurde. Aus der gezeigten Folie geht hervor, dass Rheinmetall im zweiten Halbjahr internationale Auftragseingänge unter anderem aus Portugal für den Boxer sowie der Niederlande für den „Jackal“ – der englische Markenname für den Radschützenpanzer Schakal – erwartet. Die Höhe der Auftragseingänge sowie weitere Details zu der Beschaffung wurde im Analystengespräch nicht weiter ausgeführt. Ein Vertreter des portugiesischen Heeres hatte bereits Ende Januar 2026 auf der International Armoured Vehicle Conference (IAV) die Beschaffung von bis zu 90 Boxer-Radpanzern angekündigt. Den bei der IAV getätigten Aussagen zufolge ist eine Beschaffung von zwei unterschiedlichen Varianten des Fahrzeuges über die OCCAR geplant, die über das europäische Finanzierungsinstrument SAFE finanziert werden sollen. Gekauft werden sollen Gruppentransportfahrzeuge sowie Radschützenpanzer, die die zukünftige Hauptplattform der in Aufstellung befindlichen Mittleren Brigade des portugiesischen Heeres bilden sollen. Aktuell ist jedoch nicht bekannt um welche Variante des Radschützenpanzers es sich in diesem Fall handelt, neben dem Schakal, wäre auch eine Variante des Schweren Waffenträgers Infanterie oder des litauischen Vilkas denkbar. Bei der aufgeführten niederländischen Schakal-Beschaffung müsste es sich hingegen um eine Bestellung von 34 Systemen handelt, dessen Beschaffung heute über die OCCAR bekanntgegeben wurde. Der Schakal, in Deutschland auch als „Radpanzer Mittlere Kräfte“ bezeichnet, basiert auf dem von KNDS Deutschland entwickelten Waffensystem Boxer RCT30. Das Waffensystem kombiniert das Boxer-Fahrmodul – in der modernisierten Ausführung „Future Common Drive Module“ – mit einem Maschinenkanonen-Missionsmodul mit dem aus dem Schützenpanzer Puma bekannten unbemannten Turm vom Typ RCT30. Varianten dieses Radschützenpanzers wurden von Deutschland, den Niederlanden, der Ukraine sowie Katar beschafft. Waldemar Geiger Hinweis: In einer früheren Fassung der Beitrages wurde Belgien als Interessent für die Beschaffung der Schakal-Radpanzer aufgeführt. Rheinmetall stellte jedoch nach Veröffentlichung des Artikels gegenüber hartpunkt klar, dass auf der Präsentation die belgische Fahne fälschlicherweise mit der niederländischen vertauscht wurde.

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