Positiv auf EPO getestet Marathon-Weltmeisterin Jepchirchir vorläufig gesperrt
Bei der 33-Jährigen wurden bei einer Dopingprobe Spuren von EPO nachgewiesen, wie die unabhängige Integritätseinheit (AIU) des Weltverbandes World Athletics (WA) am Freitag mitteilte. Das Mittel fördert die Bildung roter Blutkörperchen und verbessert dadurch den Sauerstofftransport im Blut.
Bei den pandemiebedingt um ein Jahr verschobenen Olympischen Spielen 2021 von Tokio hatte Jepchirchir ebenfalls Gold gewonnen. Früher hielt sie den Weltrekord im Halbmarathon, außerdem gewann Jepchirchir die großen Marathon-Rennen in London (2024), Boston (2022) und New York (2021).
Dopingprobe beim Sydney-Marathon
Nach Angaben der AIU wurde Jepchirchirs Probe im Training in Kenia genommen, bevor sie den Sydney-Marathon am 30. August gewann. "Wir stehen unter Schock, insbesondere angesichts des Kalibers von Peres Jepchirchir und ihrer herausragenden Karriere", sagte Barnabas Korir vom kenianischen Leichtathletik-Verband der Nachrichtenagentur AFP.
Zunehmend Fälle in Kenia
Kenia sieht sich seit mehreren Jahren mit einer zunehmenden Zahl von Dopingfällen konfrontiert. Seit 2017 wurden mehr als 140 kenianische Athletinnen und Athleten wegen der Verwendung verbotener Substanzen gesperrt oder von Wettkämpfen ausgeschlossen. Unter ihnen ist auch Ruth Chepngetich, die Weltrekordhalterin im Marathon.
Kenia hat kürzlich den Zuschlag für die Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2029 erhalten, es werden die ersten Titelkämpfe auf dem afrikanischen Kontinent sein. "Diese Meisterschaften werden uns bei unserem Bestreben helfen", die kenianische Leichtathletik sauberer zu machen, hatte WA-Präsident Sebastian Coe zuletzt gesagt.