Präsentationen: Neue Richtlinien reduzieren Dateien um 80 Prozent
Neue technische Standards, KI-gestützte Tools und virtuelle Showrooms verändern die Art, wie Unternehmen Inhalte präsentieren – mit enormen Effizienzgewinnen. Schlankere Formate, kleinere Dateien Ende Juli veröffentlichte Richtlinien setzen neue Maßstäbe für Präsentationen: Wer sie befolgt, kann Dateigrößen um bis zu 80 Prozent reduzieren. Empfohlen werden ein 12-Spalten-Raster mit 32-Pixel-Rändern und 16-Pixel-Abständen. Auch die Typografie ist festgelegt: 36 Punkt für Titel, 24 für Überschriften, 18 für Fließtext und 14 für Fußnoten. Bei Bildern raten die Experten zur Komprimierung auf 150 ppi für Bildschirme beziehungsweise 220 ppi für den Druck. PNG-Dateien sollten in JPEG mit 85 Prozent Qualität umgewandelt werden, Videos im MP4-Format mit H.264/AAC-Codec. Parallel dazu kündigt Microsoft für Anfang August eine Neuerung an: Copilot-Premium-Nutzer erhalten dann direkten Zugriff auf Markenvorlagen ihrer Organisation direkt in der PowerPoint-Backstage-Ansicht. KI erstellt komplette Präsentationen in Minuten Die Automatisierung schreitet rasant voran. Der Anbieter SlideEgg hat einen KI-gestützten Generator gestartet, der aus einem einzigen Prompt in weniger als zwei Minuten komplette Präsentationen erstellt. Mehr als 100.000 Vorlagen stehen zur Verfügung, dazu interaktive Funktionen wie Umfragen und Fragerunden. Die Plattform Fyppt setzt KI für Augmented- und Virtual-Reality-Präsentationen ein. Das Unternehmen MyData nutzt die Technologie für globale Teambuilding-Maßnahmen, die Immobilienfirma TheVera Inc für virtuelle Objektbesichtigungen. Selbst die Harvard University setzt Berichten zufolge auf die Plattform für interaktiven Biologieunterricht. In der Pipeline: Blockchain-Integration und KI-basierte Inhaltsanalyse. Showrooms in fotorealistischen Welten Immer mehr Unternehmen setzen auf virtuelle Produktwelten. Der Maschinenbauer Krones wurde beim German Brand Award 2026 gleich doppelt mit Gold ausgezeichnet – in den Kategorien „Brand Communication – User Experience“ und „Brand Experience of the Year“. Gemeinsam mit der Polypic GmbH entwickelte das Unternehmen einen interaktiven 3D-Showroom, in dem sich komplexe Produktionsanlagen virtuell erkunden lassen. Anzeige Während neue Standards und KI-Tools die Erstellung von Inhalten beschleunigen, bleibt die visuelle Qualität entscheidend für den Erfolg. Mit diesen professionellen Gratis-Vorlagen für Zeitstrahlen und Infografiken werten Sie Ihre Business-Präsentationen im Handumdrehen auf. 14 kostenlose PowerPoint-Vorlagen jetzt sichern Auch Lamborghini steigt ins Spatial Computing ein: Die erste App für Apples Vision-Pro-Headset zeigt einen digitalen Showroom im Maßstab 1:1 mit Modellen wie Temerario, Revuelto und Urus SE. Interessierte können Aerodynamik, Hybridantriebe und Designskizzen in 3D erkunden – der Urus SE Performante war sogar vor seiner Premiere beim Goodwood-Festival in der Anwendung verfügbar. Lernen und Heilen in virtuellen Räumen Bildungseinrichtungen entdecken zunehmend immersive Umgebungen. An der University of Wales Trinity Saint David, die 2023 ihre ersten LED-Räume eröffnete, haben Studierende mit Unreal Engine eine zweisprachige Erfahrung von Platons Höhlengleichnis entwickelt. Das Camosun College arbeitet mit dem Künstler Carey Newman an einer Multi-User-VR-Umgebung für die „Witness Blanket“, ein Kunstwerk mit über 800 Objekten aus 77 Gemeinschaften. Die physische Ausstellung ist für 2027 im Royal BC Museum geplant. Im Gesundheitswesen geht die National University of Singapore neue Wege: Mit CAVE@NUS entstand eine Umgebung, in der Pflegestudierende virtuelle Patientenszenarien gemeinsam trainieren können. Entwickelt wurde das System mit FXMedia. „Der Fokus liegt auf messbaren Lernergebnissen durch intraprofessionelle Ausbildung“, erklärt Mark Wong von FXMedia. Anzeige Innovative Präsentationsformen erfordern oft viel Zeit in der Vorbereitung – doch stundenlange Arbeit an Folien muss nicht sein. Diese sofort einsatzbereiten Profi-Vorlagen inklusive 3D-Effekten helfen Ihnen dabei, Ihre Projekte ohne Designkenntnisse wirkungsvoll zu präsentieren. Kostenlose PowerPoint-Vorlagen und Praxistipps entdecken Forschung und Hardware: Blick in die Zukunft Auf der ICVR-Konferenz Ende Juli in Cardiff präsentierte die Designerin Ruoyun Dai das Projekt „Dream Complex“ – ein System, das Traumgeschichten mithilfe von Augmented Reality in ein 3D-Koordinatensystem überführt. Emotionale Intensität, Amplitude und Bewusstseinsgrad dienen als Achsen der Visualisierung. Das Projekt wurde mit Red-Dot- und MUSE-Design-Awards ausgezeichnet. Bei der Hardware zeichnet sich Bewegung ab: Ein schlankes VR-Headset von Meta mit dem Codenamen „Phoenix“ wurde in der Quest-Firmware entdeckt. Das Gerät soll über eine externe Recheneinheit, Eye- und Handtracking verfügen. Eine offizielle Vorstellung wird für die Meta-Connect-Konferenz am 23. und 24. September erwartet, der Preis soll unter 1.000 Dollar liegen – positioniert als Prosumer-Alternative zur konsumorientierten Quest 4. Im Bereich Location-based VR meldet iDISCOVR beeindruckende Zahlen: Die Erfahrung „Echo of the Universe“ mit PICO-4-Ultra-Enterprise-Headsets lockte 20.000 Besucher an und spielte 200.000 Euro Ticketumsatz ein – bei 500.000 Euro Fördergeldern. Der Wechsel von PC-gebundener zu eigenständiger Hardware senkte die Infrastrukturkosten erheblich.