DAX +1,09 % 25.456,92 Pkt 14:49:11 MDAX +1,47 % 30.315,74 Pkt 14:49:18 Euro Stoxx 50 +0,19 % 6.127,66 Pkt 14:49:15 Dow Jones +0,06 % 52.246,46 Pkt 15:04:08 S&P 500 +0,80 % 7.684,62 Pkt 15:04:18 Nasdaq +1,16 % 26.257,52 Pkt 15:04:16 Nikkei +1,73 % 63.268,37 Pkt 07:45:03 Gold +0,00 % 4.038,50 USD 14:54:15 Silber -0,51 % 53,83 USD 14:54:14 Brent -4,51 % 110,59 USD 14:54:13 WTI -0,32 % 101,43 USD 14:54:13 Bitcoin -0,16 % 79.881,16 USD 15:04:14 EUR/USD -0,61 % 1,11500 USD 15:03:43 EUR/GBP -0,21 % 0,83670 GBP 15:04:18 EUR/CHF 0,00 % 0,92410 CHF 15:04:18 EUR/JPY +0,03 % 175,971 JPY 15:04:18

Prävention in der Viszeralmedizin: Was die Immunforschung verspricht

Gesundheit

Die Medizin ist traditionell stark darin, Krankheiten zu behandeln, sobald sie klinisch sichtbar werden. Angesichts des demografischen Wandels und einer wachsenden Zahl chronisch kranker Menschen reicht dieses Modell allein auch in der Viszeralmedizin nicht aus. Ein zentrales Ziel muss sein, Gesundheit länger zu erhalten und krankheitstreibende Prozesse möglichst früh zu erkennen.

Mit Blutmarkern frühe Gewebeveränderungen identifizieren

Forschungsansätze wie der Exzellenzcluster ImmunoPreCept an der Charité richten den Blick auf die Phase vor der eigentlichen Erkrankung. Untersucht wird, wie Gewebe auf Infektionen, Ernährung und Umweltfaktoren reagiert und welche körpereigenen Schutzmechanismen Gesundheit sichern. Moderne diagnostische Verfahren könnten künftig helfen, Menschen mit erhöhtem Risiko anhand von Blutmarkern oder frühen Gewebeveränderungen zu identifizieren. Daraus könnten gezielte Präventions- oder Frühinterventionsstrategien entstehen.

Prävention konsequent umzusetzen

Diese Perspektive ist wissenschaftlich vielversprechend, aber noch nicht unmittelbar Bestandteil der Routineversorgung. Biomarker müssen zunächst zuverlässig validiert und in klinischen Studien geprüft werden. Bis neue Verfahren breit verfügbar sind, bleibt es entscheidend, die Prävention konsequent umzusetzen, deren Nutzen bereits belegt ist.

Dazu gehören Impfungen, die nicht nur Infektionen, sondern teilweise auch Krebserkrankungen verhindern können, sowie die Darmkrebsvorsorge mit der Koloskopie. Bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen weisen erste Daten darauf hin, dass eine frühe zielgerichtete Therapie den weiteren Verlauf günstig beeinflussen kann. Auf Bevölkerungsebene bieten eine mediterran geprägte Ernährung, wenig Alkohol, ein niedriger Konsum zuckerhaltiger Produkte und regelmäßige Bewegung wichtige Ansatzpunkte.

Hausärztinnen und Hausärzte für Präventionsstrategie zentral

Sie erreichen Menschen häufig lange vor einer spezialisierten Behandlung, kennen Risikofaktoren und können Impfungen, Vorsorge, Lebensstilberatung und die Abklärung auffälliger Befunde zusammenführen. Der Blick auf die Forschung sollte dabei nicht von den Möglichkeiten des Hier und Jetzt ablenken: Prävention beginnt nicht erst mit dem zukünftigen Biomarker, sondern mit konsequent genutzten, wirksamen Angeboten in der heutigen Versorgung.

Quelle: DGVS 2026

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