Preis, Ausstattung, Betriebssystem
Bei Amazon gibt es viel zu kaufen. Manchmal ist die Auswahl aber auch etwas zu groß. Der Versandhändler verkaufte allein drei Fire TV Sticks mit dem Zusatz 4K: den 4K Select, den 4K Plus und den 4K Max. Die Unterschiede herauszuarbeiten und für sich das richtige Modell zu finden? Gar nicht so einfach. Deswegen stellt der Versandhändler sein Angebot für Streaming-Sticks neu auf. Es gibt nur noch den Fire TV Stick HD, den 4K Max und eine neu vorgestellte Variante. Die heißt schlicht Amazon Fire TV Stick 4K.
Fire TV Stick 4K mit neuem Betriebssystem
Für Kund:innen wird damit nicht nur das Portfolio übersichtlicher. Wer beim neuen Stick zuschlägt, soll auch von einigen Neuheiten profitieren. So ist der 4K-fähige Stick kompakter, nimmt hinterm Fernseher also weniger Platz ein. Zudem bietet er eine sogenannte „Diret Power“-Funktion. Der Anschluss per USB an den Fernseher soll für die Stromversorgung ausreichen. Ein zusätzliches Netzteil ist nicht nötig. „Dies minimiert Kabelsalat“, schreibt Amazon.
Wie es bei neuer Hardware üblich ist, soll die Rechenleistung steigen. Mit wie viel Tempozuwachs man rechnen kann, wird aus den Zahlen des Versandhändlers aber nicht ganz klar. Der 4K-Stick führe zwischen 20 und 40 Prozent schneller vom Einschalten bis zur Wiedergabe als „preislich vergleichbare“ Streaming-Dongles. Zudem schaltete sich das Amazon-Gadget schneller ein. Apps sollen mehr als 35 und die Wiedergabe etwa 20 Prozent schneller starten. Ob damit weiterhin die Konkurrenz oder eine Vorgängerversion gemeint ist, schlüsselt die Amazon-Meldung nicht auf.
Neu ist zudem das Betriebssystem. Wie beim Fire TV Stick HD installiert Amazon sein neues Vega OS, das von Nutzern in der Vergangenheit kritisiert wurde, weil nicht alle Streaming-Apps damit kompatibel waren. Amazon hat hier nach eigener Aussage nachgebessert und das Angebot um 2.000 neue Apps erweitert. Dazu zählen Xbox und Spotify. Die gängigen Anbieter wie Netflix oder Disney Plus waren vorschon kompatibel.
Fernbedienung mit neuem Design
Neben dem Fire TV Stick 4K wird eine neue Fernbedienung im Karton liegen. Durch das angepasste Design soll man sie schneller richtig herum halten können. Zudem hat Amazon die Tasten überarbeitet. Weil die Startseiten-Taste besonders häufig gedrückt würde, sei diese nun mit einer Metalloberfläche versehen. Alle anderen Tasten sind markant geformt oder tiefer ins Gehäuse eingelassen, damit sie sich leichter finden lassen.
Neu ist eine programmierbare Taste, über die sich eine App nach Wahl öffnen lässt. Wie vorher auch können Nutzer kompatible TV-Modelle, Soundbars oder Receiver über die Fernbedienung ansteuern. Wie viele neue Amazon-Geräte bietet auch der Fire TV Stick 4K Zugriff auf den KI-Dienst Alexa Plus, der Eingaben in natürlicher Sprache besser verstehen soll.
Der Amazon Fire TV Stick 4K ist ab sofort erhältlich. Er kostet 74,99 Euro. Das ist mehr als der Fire TV Stick 4K Plus, der zuletzt die Stufe unter dem Fire TV Stick 4K Max darstellte, bei der Markeninführung kostete (69,99 Euro). Mittlerweile ruft Amazon für dieses Modell aber den Preis von 84,99 Euro auf. Die Fernbedienung allein ist für 15,99 Euro zu haben. Im Rahmen der Prime Deal Days am 6. und 7. Oktober dürfte Amazon den Preis für den Stick noch einmal anpassen.