DAX +1,75 % 26.039,68 Pkt 18:00:00 MDAX +0,99 % 30.798,65 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,64 % 6.207,07 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,07 % 52.342,56 Pkt 21:33:51 S&P 500 -0,03 % 7.720,39 Pkt 21:32:46 Nasdaq -1,11 % 26.184,73 Pkt 22:15:59 Nikkei -2,33 % 63.153,15 Pkt 05:24:50 Gold -0,69 % 4.003,40 USD 05:29:41 Silber -1,37 % 51,48 USD 05:29:37 Brent -2,50 % 112,01 USD 05:29:41 WTI +1,12 % 103,14 USD 05:29:41 Bitcoin +0,38 % 78.084,15 USD 05:39:47 EUR/USD +0,32 % 1,11920 USD 05:39:46 EUR/GBP -0,16 % 0,83560 GBP 05:39:49 EUR/CHF -0,44 % 0,91950 CHF 05:39:51 EUR/JPY -0,05 % 175,975 JPY 05:39:50

Preis-Explosion bei Super E10: Das macht den ADAC stutzig

Wirtschaft

Die Spritpreise klettern und klettern. Dabei ist der extrem hohe Literpreis nicht das einzige Problem.

Die Spritpreise an deutschen Tankstellen sind erneut deutlich gestiegen. Nach der aktuellen wöchentlichen Auswertung des ADAC kostet Super E10 im bundesweiten Mittel 4,1 Cent mehr als in der Vorwoche. Ein Liter liegt jetzt bei 2,300 Euro und erreicht damit ein neues Allzeithoch.

E10-Preis auf neuem Hoch: ADAC kritisiert 20-Cent-Lücke

Noch stärker fällt der Sprung bei Diesel aus. Für einen Liter müssen Autofahrer derzeit 2,422 Euro zahlen, das sind 10,1 Cent mehr als eine Woche zuvor. Damit liegt Diesel nur knapp unter dem bisherigen Allzeithoch aus April 2026. E10-Benzin hat dieses Hoch schon längst hinter sich gelassen, doch der Vergleich mit den April-Preisen wirft trotzdem Fragen auf.

Denn der Automobilclub hält das aktuelle Preisniveau an den Zapfsäulen nur für teilweise durch den Rohölpreis erklärbar. Der deutschlandweite Tagesdurchschnittspreis von E10 erreichte vier Tage nacheinander neue Höchststände, obwohl der Rohölpreis deutlich unter früheren Spitzenwerten liegt.

Ende April kostete ein Barrel der Sorte Brent laut ADAC rund 110 US-Dollar. Das entspreche fast genau dem aktuellen Preis. Super E10 lag damals aber nur bei etwa 2,10 Euro je Liter. Jetzt zahlen Autofahrer rund 20 Cent mehr, obwohl der Ölpreis in einer ähnlichen Größenordnung liegt. Der Wechselkurs zwischen Euro und Dollar reicht ebenfalls nicht, um diese Lücke zu erklären.

Tankrabatt kann nicht alles erklären

Ende April galt zudem der Tankrabatt in Deutschland noch nicht, daher taugt auch dieser nicht, um den Unterschied zu erklären. Er könnte eher darauf hinweisen, dass die wahre Preisspanne sogar noch größer ist. Denn bereits im April wurden Mineralölkonzerne kritisiert, dass sie den kommenden Rabatt durch ungerechtfertigte Preiserhöhungen vorwegnehmen würden. Der Literpreis von 2,10 Euro Ende April wäre dann bereits künstlich zu hoch gewesen, ähnlich wie jetzt wieder.

Der ADAC fordert daher mehr Transparenz bei der Preisbildung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Vor allem bei den Raffinerien und im Großhandel sei die Preisentwicklung, insbesondere für Endkunden, nicht nachvollziehbar.

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