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Preise auf Vorkriegsniveau: Opec+ dreht die Ölproduktion weiter hoch

Wirtschaft

Im Nahen Osten schweigen die Waffen. Auch die Straße von Hormus ist schrittweise wieder befahrbar, weshalb die Ölpreise sinken. Die OPEC+ will dennoch mehr Öl in den Markt pumpen.

Trotz fallender Ölpreise hat sich der Förderstaatenverbund Opec+ auf eine höhere Produktion ab August geeinigt. Die Staatengruppe, zu der die Opec-Länder und andere Produzenten wie Russland gehören, einigte sich auf eine Erhöhung der Fördermenge um 188.000 Barrel am Tag, wie die Opec+ mitteilte.

Bereits im Juni und Juli hatte es eine ähnliche Ausweitung gegeben. Allerdings standen diese Erhöhungen eher auf dem Papier, weil die Meeresenge von Hormus für Tanker wichtiger Produzenten wie Saudi-Arabien oder Kuwait wegen des Krieges zwischen den USA und dem Iran geschlossen war. Aufgrund der schrittweisen Öffnung der Meerenge sank der Ölpreis zuletzt.

Wegen des Konfliktes sank die Produktion der Opec+-Länder von knapp 43 Millionen Barrel am Tag im Februar auf gut 33 Millionen Barrel im Mai. Der weltweite Verbrauch liegt insgesamt bei etwa 100 Millionen Barrel pro Tag. Bereits im Juni erholte sich die Förderung dank der Bemühungen der USA, den Vereinigten Arabischen Emiraten und anderen Opec+-Ländern bei der Ausfuhr zu helfen.

Trotz der Lieferengpässe sind die Ölpreise wieder auf Vorkriegsniveau: So notiert die Nordseesorte Brent inzwischen bei 72 Dollar je Barrel, nachdem in der Spitze dafür 120 Dollar fällig wurden. Gründe dafür sind eine niedrigere Nachfrage aus China, mehr Exporte von Produzenten außerhalb der Golfregion und die koordinierte Freigabe strategischer Reserven zahlreicher Länder. Viele Marktteilnehmer erwarten, dass sich die weltweite Ölproduktion normalisieren werde, weil es zwischen den USA und dem Iran zumindest eine vorläufige Verständigung auf ein Ende der Kämpfe gibt.

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