Preiserhöhung für RTX 5080, 5070 Ti & 5070
Asus hat die Vertriebspreise für mehrere Geforce-Grafikkarten der RTX-5000-Serie alias "Blackwell" zum 1. September 2026 angehoben. Galax zieht mit eigenen Anpassungen nach. Wer in der Mittel- bis Oberklasse aufrüsten will, sollte den Bestellzeitpunkt jetzt ganz bewusst wählen. Auffällig ist die Auswahl der Modelle: Das Flaggschiff sowie Einstieger-Grafikkarten bleiben unangetastet, während es genau jene Grafikkarte erwischt, die sich im deutschen Handel zuletzt am stärksten verteuert haben.
Preiserhöhung bei Geforce RTX 5070, RTX 5070 Ti und RTX 5080
Bei Asus steigt der Preis der Geforce RTX 5070 um 150 bis 300 Yuan, umgerechnet rund 22 bis 44 US-Dollar. Galax erhöht den Preis derselben Grafikkarte um 200 Yuan, rund 30 US-Dollar. Bei der RTX 5070 Ti sind es 300 Yuan und bei der RTX 5080 500 Yuan, also bis zu 74 US-Dollar. Die Aufstellung stammt vom Leaker 포시포시 (@harukaze5719), welcher sich auf den chinesischen Branchendienst Channel Gate beruft. Auch die Webiste TechPowerUp hatte frühzeitig über die Presierhöhungen berichtet.
Es handelt sich um Preise im chinesischen Vertriebskanal und nicht um neue Listenpreise für Europa. Unangetastet bleiben nach derzeitigem Stand die Geforce RTX 5050, die RTX 5060, die RTX 5060 Ti und die RTX 5090. Für die RTX 5080 ist es die erste Anhebung seit der August-Runde, in der Asus und Gigabyte ihre chinesischen Preise um bis zu 20 Prozent angehoben hatten.
Ob MSI, Gigabyte und Colorful nachziehen, ist offen. Im bisherigen Jahresverlauf folgten sie jeder Runde binnen weniger Wochen. Praktisch relevant ist vor allem der Aufschlag bei der RTX 5080, weil er in absoluten Zahlen am höchsten ausfällt.
Warum die Geforce RTX 5090 diesmal außen vor bleibt
Die Geforce RTX 5090 hat ihre eigene Preisrunde bereits im Mai 2026 hinter sich, als Nvidia die GPU-Kits allein für das Flaggschiff verteuerte. Im deutschen Handel liegt sie inzwischen bei rund 4.836 Euro und damit laut Speicherkrisen-Preisindex von 3DCenter.org 96 Prozent über dem Niveau vom September 2025.
Am unteren Ende der Palette fällt der Speicheranteil kleiner aus: Die RTX 5050 und die RTX 5060 tragen 8 GiB Grafikspeicher, die RTX 5080 dagegen 16 GiB. Umso mehr Grafikspeicher auf der Platine verbaut ist, desto unmittelbarer schlagen die Vertragspreise der frei großen Speicherhersteller durch.
Preisrunden: Januar, Mai, Juli und jetzt September
Nvidia hat die Preise für GPU-Kits aus Grafikchip und Grafikspeicher in diesem Jahr dreimal angehoben: im Januar um 10 bis 15 Prozent, im Mai allein für die Geforce RTX 5090 und Ende Juli um 20 bis 30 Prozent. Die Boardpartner reichen diese Kosten zeitversetzt weiter, zunächst im chinesischen Vertrieb.
Auslöser bleibt die globale Speicherkrise: Samsung verlangt für das dritte Quartal 2026 rund 20 Prozent höhere DRAM-Preise. Die Vertragspreise von SK Hynix, Samsung und Micron sollen im zweiten Halbjahr weiter klettern.
AMD hatte seinen Boardpartnern für August mindestens 10 Prozent Aufschlag angekündigt. Für September liegt bislang keine neue Ansage vor. Die September-Runde setzt damit eine Kostenkette fort, die bei den Speicherherstellern beginnt und erst am Ende beim Aufrüster landet.
Grafikkarten-Preise in Deutschland: Der Aufschlag kommt verzögert
Die Bestpreise gängiger Grafikkarten im deutschen Einzelhandel sind seit Mitte August im Mittel um 4,3 Prozent gestiegen, wie 3DCenter.org am 1. September 2026 erhoben hat. Damit ist die Preisrunde von Ende Juli in den Ladenpreisen mittlerweile weitgehend angekommen. Im PCGH-Preisvergleich kostet eine Nvidia Geforce RTX 5080 mit Stand vom 31. August 2026 rund 1.350 Euro, die RTX 5070 Ti etwa 1.126 Euro und die RTX 5070 rund 715 Euro. Die Tendenz ist auch weiterhin steigend.
Eine europäische Ankündigung zur September-Runde liegt nicht vor. Zwischen einer Anpassung im chinesischen Veretriebskanal und dem deutschen Ladenpreis vergehen erfahrungsgemäß mehrere Wochen. In dieser Zeit verkauft der Handel zunächst Ware zu alten Konditionen ab. Wer den Kauf ohnehin geplant hatte, findet die günstigeren Preise deshalb im aktuellen Lagerbestand und nicht in der nächsten Lieferung.
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