Presley Gerbers (†27) Entzugseinrichtung war nicht lizenziert
Dr. Reza Nabavi (50), Gründer und Inhaber der Reha-Einrichtung, in der Presley Gerber (†27) starb, soll wegen seiner kriminellen Vergangenheit im Zusammenhang mit Drogen einst die Approbation als Psychologe verweigert worden sein – das berichtet das Online-Portal „Page Six“. So soll er im Jahr 2002 zusammen mit einem 15-jährigen Mädchen von Polizeibeamten in seinem Wagen aufgefunden worden sein. Das Auto soll sich in einer Gegend befunden haben, die für „häufige Drogen- und Prostitutionsaktivitäten“ bekannt war.
Dr. Reza Nabavi erhielt Bewährungsstrafe von 36 Monaten
Das Mädchen habe den eintreffenden Beamten daraufhin erklärt, dass sie Nabavi kaum kenne und unter Drogeneinfluss stehe. Bei der anschließenden Durchsuchung seines Wagens sollen die Beamten neben Drogen auch ein Jagdmesser, eine Handfeuerwaffe und Munition gefunden haben. Im Verfahren gegen ihn habe Nabavi später auf „nicht schuldig“ plädiert und eine Bewährungsstrafe von 36 Monaten erhalten. Nur wenige Monate später soll er erneut wegen Drogenbesitzes festgenommen worden sein.
Presley Gerber starb in Entzugseinrichtung
Im September 2004 beantragte er beim „California Board of Psychology“ die Approbation als Psychologe. Der Antrag soll allerdings abgelehnt worden sein – unter anderem wegen seiner strafrechtlichen Verurteilung. Erst zwei Jahre später konnte Nabavi als psychologischer Assistent tätig werden. Die Registrierung wurde allerdings widerrufen und Nabavi bekam die Auflage, die vom California Board of Psychology festgelegten Bewährungsauflagen und -bedingungen fünf Jahre lang zu erfüllen.
ANZEIGE
ANZEIGE
Neben unangekündigten Drogen- und Alkoholtests habe sich Nabavi auch dazu verpflichtet, an einem Programm zur Suchtbehandlung teilzunehmen und einer psychologischen Begutachtung zuzustimmen. Im November 2006 habe er sich dann erfolgreich als Psychologe registrieren lassen können. Nachdem er jahrelang als Leiter der Familienbetreuung der Entzugseinrichtung „Promises Malibu“ gearbeitet hatte, gründete er 2013 das Übergangswohnheim „Resolutions Living“ (RL), in dem am vergangenen Sonntag Presley Gerber starb.
Keine lizenzierte Entzugseinrichtung: Was über die Unterkunft bekannt ist
Wie eine Sprecherin des „Department of Health Care Services“ gegenüber „Page Six“ betonte, handele es sich bei dieser Einrichtung nicht um eine „lizenzierte stationäre Behandlungseinrichtung für Menschen mit einer Substanzkonsumstörung“. Stattdessen „scheint das Programm als betreutes nüchternes Wohnen beziehungsweise als Einrichtung zur Unterstützung der Genesung betrieben zu werden. Diese wird nicht vom DHCS lizenziert und unterliegt daher auch nicht den staatlichen Zulassungsanforderungen“, erklärte die Sprecherin weiter.
Auch die Website der Einrichtung soll sich nach dem Tod von Cindy Crawfords (60) und Rande Gerbers (64) Sohn verändert haben. Auf der inzwischen nicht mehr verfügbaren FAQ-Seite von RL hieß es zuvor, Menschen, die noch nicht lange genug clean seien, würden an andere Einrichtungen verwiesen werden. Presley soll bei seiner Aufnahme dagegen „sichtlich unter Einfluss“ gestanden, das berichten mehrere Quellen. Ob er nach seiner Ankunft medizinisch oder psychologisch untersucht wurde, ist bislang unklar.