Pressestimmen zu DFB-Kader: "Klopp revolutioniert Deutschland"
Die Entscheidung von Bundestrainer Jürgen Klopp, zwei DFB-Kader für die ersten Spiele der Nationalmannschaft unter seiner Regie zu nominieren, hat in der internationalen Presse gespaltene Reaktionen hervorgerufen. Während die einen sich davon eine »neue Ära für den deutschen Fußball« versprechen, finden andere die Entscheidung eher »bizarr«.
Der neue Bundestrainer Jürgen Klopp hatte für die anstehenden vier Länderspiele zwei getrennte Kader mit insgesamt 44 Spielern nominiert. Darunter sind 16 Spieler, die noch nie ein Spiel für die A-Nationalmannschaft absolviert haben.
In spanischen Medien ist nach Klopps Entscheidung die Rede von einer »Revolution«. Mundo Deportivo schreibt: »Klopp revolutioniert Deutschland: 44 Spieler nominiert!« Und auch in der Marca heißt es: »Klopp-Revolution bei Deutschland«.
Distanzierung von Julian Nagelsmann
In Großbritannien fällt die Reaktion eher skeptisch aus. Die britische Zeitung Independent schreibt: »Jürgen Klopp nominiert 44 Spieler in zwei Kadern und streicht Deutschlands WM-Torschützenkönig. Ein unkonventioneller Start in seine Amtszeit als Nationaltrainer.« In der Zeitung The Sun heißt es: »Kai Havertz nur für die Hälfte der Länderspiele im deutschen Kader – Jürgen Klopp verfolgt einen bizarren neuen Ansatz.«
Beim französischen Portal Goal sieht man eine »komplette Distanzierung« von Klopps Vorgänger Julian Nagelsmann. »Jürgen Klopp beschreitet neue Wege mit der deutschen Nationalmannschaft, und das nicht nur mit seinem Kader«, heißt es. Die italienische Tuttosport schreibt: »Willkommen zurück, Klopp, hier ist sein ›etwas verrücktes und kreatives‹ Deutschland.«
In der niederländischen Zeitung Voetbal heißt es: »Ter Stegen und 43 weitere Spieler: Ein fulminanter Start für Klopp mit Deutschland.« Bei Sportnieuws ist die Rede von einer »bemerkenswerten Entscheidung«. Mit Verweis auf den neuen niederländischen Nationaltrainer Xavi Hernández heißt es weiter: »Nicht nur die Niederlande schlagen unter Xavi ein neues Kapitel auf, auch Deutschland beschreitet neue Wege. Jürgen Klopp macht sofort deutlich, dass er seinen eigenen Weg geht.«
»Eine neue Ära für den deutschen Fußball«
Am 24.9. spielt die DFB-Elf gegen die Niederlande. Sportnieuws schreibt dazu: »Große Namen fehlen gegen die Niederlande«.
In serbischen Medien scheint die Überraschung über Klopps Entscheidung groß. »Jürgen, was machst du da?«, schreibt Mozzartsport. Bei Sportal heißt es: »Heute beginnt eine neue Ära für den deutschen Fußball!«
Für die DFB-Elf stehen Ende September und Anfang Oktober vier Spiele in der Nations League innerhalb von nur zehn Tagen an. Gegner sind die Niederlande, zweimal Griechenland und Serbien.