DAX +0,15 % 25.410,84 Pkt 18:00:00 MDAX +0,67 % 30.287,68 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,79 % 6.116,23 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,00 % 52.337,04 Pkt 20:52:33 S&P 500 +0,18 % 7.676,85 Pkt 20:52:34 Nasdaq +0,67 % 26.181,99 Pkt 20:52:32 Nikkei -0,80 % 62.189,65 Pkt 07:45:03 Gold +0,44 % 4.025,40 USD 20:42:32 Silber -0,04 % 53,93 USD 20:42:32 Brent -0,74 % 110,87 USD 20:42:30 WTI -1,30 % 101,93 USD 20:42:25 Bitcoin -0,23 % 79.839,97 USD 20:52:32 EUR/USD -0,33 % 1,11840 USD 20:51:45 EUR/GBP +0,06 % 0,83760 GBP 20:52:34 EUR/CHF +0,55 % 0,92510 CHF 20:52:33 EUR/JPY +0,27 % 176,066 JPY 20:52:34

Princeton-Absolvent Jack (30) findet nach 2300 Bewerbungen noch immer keinen Job

Wissenschaft

Ein promovierter Chemieingenieur der Elite-Universität Princeton steht trotz Spitzenqualifikation und wissenschaftlicher Anerkennung ohne feste Beschäftigung da. Der 30-jährige Jack Weis hat seit seinem Abschluss im Jahr 2024 mehr als 2300 Bewerbungen verschickt, wie das „Wall Street Journal“ berichtet.

Eine Team-Studie seiner Universität zur Eisbildung, bei der er Koautor war, diente dem Nobelkomitee 2024 sogar als Anschauungsbeispiel für den Einsatz künstlicher Intelligenz in der Wissenschaft. Dennoch führten die Versuche zur Arbeitsmarktintegration bislang nicht zum Erfolg.

Jack Weis weitet Suche auf betriebsfremde Branchen aus

Zunächst konzentrierte sich die Stellensuche des promovierten Wissenschaftlers auf Forschungspositionen in der Pharmaindustrie sowie Stipendien an nationalen Laboratorien. Nach zahlreichen Absagen und unbeantworteten Anfragen weitete er den Radius deutlich aus und bewarb sich auch in der Softwareentwicklung.

Schließlich schreckte der Ivy-League-Absolvent nicht einmal vor einfachen Tätigkeiten in der Lebensmittelproduktion zurück. Wie das „Wall Street Journal“ berichtet, blieb selbst die Bewerbung bei einem Hersteller von Tiefkühlkost erfolglos.

Chemieingenieur plant Neustart mit Agrardrohnen

Eine vorübergehende Beschäftigung beim Training künstlicher Intelligenz brachte nur kurzfristig finanzielle Linderung, da die Aufträge rasch wieder einbrachen. Derzeit lebt der Chemiker wieder bei seinen Eltern in Utah und prüft alternative Karrierewege. Neben einem Jurastudium fasst er den Schritt in die Selbstständigkeit ins Auge, um Unkraut mithilfe autonomer Drohnen zu bekämpfen.

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Auch immer mehr Hochschulabsolventen in Deutschland haben Schwierigkeiten bei der Jobsuche

Der Fall von Jack Weis zeigt, wie schwierig der Berufseinstieg selbst für herausragende Akademiker sein kann. Auch in Deutschland haben immer mehr Hochschulabsolventen Schwierigkeiten, einen passenden Arbeitsplatz zu finden. Laut ZDFheute hat sich die Zahl der unter 30-Jährigen mit Hochschulabschluss, die arbeitslos sind, zwischen 2022 und 2025 nahezu verdoppelt.

Betroffen sind inzwischen auch Fachrichtungen wie Informatik, Ingenieur- und Naturwissenschaften, die lange als besonders zukunftssicher galten. Als Gründe gelten die schwache Konjunktur, die zurückhaltende Einstellungspolitik vieler Unternehmen und der zunehmende Einsatz künstlicher Intelligenz, durch den manche typische Einstiegsaufgaben wegfallen.

Experten weisen außerdem darauf hin, dass die Erwartungen von Absolventen und Unternehmen an die Arbeitswelt teilweise auseinandergehen und eine größere Flexibilität bei der Berufswahl hilfreich sein kann. Trotz dieser Entwicklung bleibt die Arbeitslosenquote von Akademikern in Deutschland mit 3,3 Prozent im Jahr 2025 vergleichsweise niedrig, während die allgemeine Arbeitslosenquote deutlich höher liegt.

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