Prinz George wird 13: Was sich jetzt für ihn verändert
Fast so groß wie seine Mutter ist er schon, nur eine Handbreit fehlt noch: Prinz George, die Nummer Zwei der britischen Thronfolge, feiert am Mittwoch seinen 13. Geburtstag und wird Teenager. Mit dem Übergang vom Kind zum Jugendlichen ändert sich so einiges in seinem Leben. Wohl am einschneidendsten dürfte der Schulwechsel ausfallen. Von der Lambrook School, die er bisher zusammen mit seinen Geschwistern Charlotte und Louis besuchte, geht William demnächst auf das Eton College, jenes exklusive und weltberühmte Internat, das schon seinen Vater erzog. Aber auch die royalen Pflichten und öffentlichen Auftritte nehmen in Zukunft zu. Der Ernst des Lebens beginnt. Schon ein Jahr zuvor, zu seinem 12. Geburtstag dräute ihm sein royales Schicksal: Von da an konnte George nicht mehr zusammen mit seinem Vater Prinz William in einem Flugzeug reisen, denn das königliche Protokoll schreibt vor, dass zur Sicherung der Thronfolge Kronprinzen nicht zusammen fliegen dürfen. Im letzten Jahr sind die Termine häufiger geworden, an denen sich George ohne Geschwister und Familienkontext und stattdessen als royaler Repräsentant in der Öffentlichkeit zeigte. Der Prinz wird langsam, aber sukzessive an seine künftige Rolle herangeführt. Zuletzt war das bei einem Besuch des Militärflugplatzes Coningsby der Royal Air Force in der Grafschaft Lincolnshire zu sehen. Da erschien George an der Seite seiner Mutter Kate und setzte sich in das Cockpit eines Kampfflugzeugs, um sich, wie der „Telegraph“ zustimmend kommentierte, „auf seine Aufgabe als zukünftiger Chef der Streitkräfte vorzubereiten“. Obwohl ihn seine Eltern bisher gut abgeschirmt haben, stand George schon immer im Fokus der Öffentlichkeit. Ganz besonders zu Anfang. Schon drei Wochen vor seiner Geburt versammelten sich Medienvertreter aus aller Welt vor dem St. Mary’s Hospital in Paddington. Als er schließlich dort am 22. Juli 2013 zur Welt kam, waren die Briten völlig aus dem Häuschen. Der künftige König versetzte ein ganzes Land in einen Glückstaumel. Die Medien kannten keine andere Nachricht mehr. Die „Times“ widmete ihre ersten elf Seiten und dann noch einmal eine Sonderbeilage dem Royal Baby. Nachrichtensender wie BBC und Sky News berichteten nonstop, obwohl es eigentlich nicht viel Neues zu melden gab. Noch war der kleine Prinz keinen Tag alt, da hatte er schon den Serotoninpegel einer ganzen Nation gehoben. Im Vergleich zu früheren Windsor-Generationen erlebte George eine geradezu normal zu nennende Kindheit. Seine Eltern pochten darauf, dass die Privatsphäre der Familie gewahrt bleibt: Keine Behelligungen durch Boulevardreporter, keine Paparazzi, stattdessen machte Kate Schnappschüsse und lieferte Fotos zu besonderen Anlässen. William zog Kritik auf sich, als er darauf bestand, weniger Termine zu absolvieren, um mehr Zeit fürs Familienleben zu haben. Beide Elternteile waren stets für ihre Kinder da, brachten sie zur Schule, besuchten Theateraufführungen und Sportveranstaltungen, an denen sie mitwirkten, und versuchten, ihnen ein Leben zu bieten, das so normal wie möglich war. Aber jetzt kommt Eton College. Die 1440 von Georges Vorfahren König Heinrich VI. gegründete Privatschule ist zwar eine der exklusivsten Erziehungsanstalten des Königreichs (Kostenpunkt: mindestens 65.673 Pfund Schulgeld pro Jahr), aber bedeutet eben auch ein Stück Öffentlichkeit. George tritt ins Leben hinaus. Ab September zieht er aus dem Elternhaus, muss seine Geschwister verlassen und wohnt in einem reinen Jungen-Internat. Bei seinen Ausgängen ins Städtchen Windsor muss der blendend gut aussehende Royal damit rechnen, fotografiert zu werden, ist er doch jetzt schon „ein Pin-up des Instagram-Zeitalters“, wie die Hofexpertin Roya Nikkah meint: „Jedes Lächeln, jedes königliche Winken, jedes Zurückwerfen der Haare und Scherzen mit seinen Geschwistern regt Tausende Kommentare online an.“ An den Wochenenden dürfte ihm gestattet werden, seine Familie zu besuchen, die ja nur einen 30-minütigen Fußweg weit weg im Windsor Park wohnt. Und Vater William erwägt, ihm endlich ein Mobiltelefon zu erlauben, damit George in Kontakt mit Familie und Freunden bleiben kann. Allerdings nur ein Tastenhandy ohne Internetzugang, versteht sich.