DAX +0,15 % 25.410,84 Pkt 18:00:00 MDAX +0,67 % 30.287,68 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,79 % 6.116,23 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,00 % 52.337,04 Pkt 20:52:33 S&P 500 +0,18 % 7.676,85 Pkt 20:52:34 Nasdaq +0,67 % 26.181,99 Pkt 20:52:32 Nikkei -0,80 % 62.189,65 Pkt 07:45:03 Gold +0,44 % 4.025,40 USD 20:42:32 Silber -0,04 % 53,93 USD 20:42:32 Brent -0,74 % 110,87 USD 20:42:30 WTI -1,30 % 101,93 USD 20:42:25 Bitcoin -0,23 % 79.839,97 USD 20:52:32 EUR/USD -0,33 % 1,11840 USD 20:51:45 EUR/GBP +0,06 % 0,83760 GBP 20:52:34 EUR/CHF +0,55 % 0,92510 CHF 20:52:33 EUR/JPY +0,27 % 176,066 JPY 20:52:34

Prinz William bei Graham Norton mit Cate Blanchett

Allgemein

Dass der britische Thronfolger sich von einem roten Talkshow-Sofa aus an seine Untertanen wendet, ist ein Novum, und natürlich einem guten Zweck geschuldet: Prinz William propagierte in der Fernsehsendung des Entertainers Graham Norton den „Earthshot-Prize“, seine größte Wohltätigkeits-Unternehmung. Der Name verbindet die Zukunft der Erde mit naheliegenden Erfindungen oder Initiativen, die dem Umwelt-, Arten- oder Klimaschutz dienen; jedes Jahr fördert die Auszeichnung fünf Vorhaben mit jeweils einer Million Pfund (1,15 Millionen Euro) an Preisgeldern.

Williams Großvater Prinz Philipp, der Prinzgemahl Königin Elisabeths II., konnte vor Jahren noch melancholisch spotten, er sei ja der „weltweit geübteste Gedenkplatten-Enthüller“. Seinem Enkel genügen jedoch Flatterband-Scheren oder Vorhangschnüre nicht mehr als Handwerkszeug, um die eigene symbolische Präsenz in der Gesellschaft zum Guten wirken zu lassen. Der aktuelle Prinz von Wales gibt Interviews, zapft Bier hinter dem Tresen englischer Pubs und bedient gelegentlich an der Kasse bedrohter Stadtteilkinos die Popcorn-Maschine.

F.A.Z.-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen

F.A.Z. bei Google bevorzugen

Mit Cate Blanchett und Robert Irwin

Sein Auftritt in der Graham Norton Show, einer Institution des Senders BBC (der in deutschem Fernsehmaßstab eine Kreuzung aus „Markus Lanz“ und „Drei nach Neun“ entspräche) war durchaus sichtbar von sachtem Lampenfieber begleitet. Das lag weniger an den Kameras und der Neugierde der Nation – die hält William schließlich in milder und zudringlicher Form schon seit Jahrzehnten aus. Stärker wirkte womöglich der Druck, in der Sofa-Runde, in der außer ihm die Schauspielerinnen Cate Blanchett und Hannah Waddingham und der australische Naturschützer und Fernsehstar Robert Irwin saßen, ganz genauso entspannt und witzig zu wirken wie die anderen Gäste.

Das gelang dem ältesten Sohn des britischen Monarchen souverän, obwohl die erste Frage des Moderators Norton gleich ein wenig zudringlich lautete, wie seine Königliche Hoheit denn angeredet werden wolle, worauf ihm nichts anderes übrigblieb, als lächelnd mit „William“ einverstanden zu sein. Dann gab der Ehrengast bescheiden zum Besten, dass er bei seinen vielen öffentlichen Auftritten durchaus nicht immer von allen Passanten gleich erkannt werde; neulich habe ihm bei einer Veranstaltung ein Mann auf die Schulter getippt und wissen wollen, wann denn sein Gesang dran sei. Die Verwunderung habe sich gelöst, als den Neugierigen dessen Frau fortgezogen habe mit der Erläuterung, „nein, er ist doch nicht der Sänger Prince“.

Ein Krokodil trägt Williams Namen

Anschließend widmete der Showmaster Norton einige Sendeminuten der Präsentation des Earthshot-Preises – dessen Gewinner in den vergangenen Jahren aus Seetang Alternativ-Gewebe zu Plastik-Verpackungen gewannen, eine kasachische Antilopenart vor dem Aussterben retteten und neue Recycling-Methoden populär machten – wofür Prinz William sich dann mit der Preisgabe bekannter oder weniger bekannter Details aus seinem persönlichen Leben revanchierte. Dass er Fan des Birminghamer Fußballclubs Aston Villa ist, weiß in England ohnehin jeder Fußballinteressierte, wie es dazu kam, war bislang hingegen kein Allgemeinwissen. Ein paar Jugendfreunde hätten ihn da überredet, berichtete der Prinz von Wales, wahrscheinlich in der Hoffnung, dann leichter an Freikarten zu kommen.

Gleichfalls Neuigkeitswert hatte die Mitteilung, dass der künftige König in seiner Kindheit zunächst den Berufswunsch „Polizist“ äußerte, später aber erwog, in das Fach eines Diskjockeys zu wechseln. Am Ende der Sendung nahm er die Information mit nach Hause, dass der Wildhüter Irwin, der jährlich mit seinem Vater in Australien eine Krokodil-Expedition unternimmt und den markierten Tieren auch Namen gibt, einem besonders stattlichen Exemplar den Namen „Prinz William“ verlieh; es sei „mehr als dreieinhalb Meter lang“ gewesen und habe „irre große Zähne“ gehabt.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren