Prinzessin Dianas Bruder Charles Spencer spricht über „die Tragödie der königlichen Familie“
Im Video oben: Die brisantesten Behauptungen aus Earl Spencers Diana-Buch
Mit dem Buch „Swan Song: Diana, meine Schwester“ hat Charles Spencer (62) für ein Beben hinter den Palastmauern gesorgt. Der Bruder von Prinzessin Diana (†36) packt darin nämlich über seine berühmte Schwester aus und hält auch mit Kritik am Königshaus und vor allem König Charles (77) nicht hinter dem Berg.
In einem Interview mit der spanischen Zeitung „El País“ packt der Graf nun aber darüber aus, welchen Fehler das Königshaus seiner Meinung nach gemacht hat.
Die Königsfamilie hat Prinzessin Diana als Störfaktor empfunden
In seinem Buch schreibt Spencer, dass Diana schwarze Schwäne verehrt habe. Auf die Frage, ob sie nicht ein „schwarzer Schwan“ im Buckingham Palace war, erklärt ihr Bruder: „Ja, als sie im Juli 1981 heiratete, fanden alle Mitglieder ihrer Familie das wunderbar, und wir waren alle davon überzeugt, dass ein schönes Leben auf sie wartete.
Damals war die britische Königsfamilie eine alte Institution, die den Briten sehr am Herzen lag, die jedoch eine eher zurückhaltende Rolle spielte. Im Ausland wusste zwar jeder, dass wir eine Königin hatten, aber das Interesse an den Mitgliedern der Königsfamilie als Privatpersonen war eher gering.“
Erst Dianas Hochzeit mit dem damaligen Prinz Charles habe das grundlegend geändert. Die Prinzessin der Herzen, wie Diana auch liebevoll genannt wurde, habe die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf sich gezogen.
ANZEIGE
ANZEIGE
Die Königsfamilie habe das eher als Störfaktor empfunden – für Charles Spencer ein großer Fehler: „Die Tragödie der königlichen Familie besteht darin, dass sie diese Chance nicht zu nutzen wusste. Sie sah darin eine Störung, einen schwarzen Schwan. Es kam ihr nicht in den Sinn, dass dieser Schwan fliegen konnte und dass mit ihr alles besser werden würde.“
„Diana war ein internationales Phänomen“
Der Zeitpunkt für Charles Spencers Buch ist nicht zufällig gewählt. 2027 jährt sich Dianas Todestag zum 30. Mal, zu diesem Anlass sind viele Dokus und Reportagen geplant.
Der 62-Jährige hat sich aber auch noch aus einem anderen Grund für das Buch entschieden: „Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich all das – sowohl für Diana als auch für mich – definitiv für die Nachwelt festhalten wollte.
Es mag selbstverständlich klingen, aber das Buch bietet die Perspektive eines Bruders, der seine Schwester sehr geliebt hat und erzählen möchte, wer sie war. Diana war ein internationales Phänomen“, meint Charles Spencer, der auch über eine angebliche Romanze zwischen Dianas Vater und der Queen ausgepackt hat, in dem Interview. „Aber gleichzeitig ist es schwierig zu erklären, dass sie die Tochter von jemandem, die Schwester von jemandem oder die Tante von jemandem war.“