Privatbank: Berenberg ordnet nach Skandal Gesellschafterkreis neu
Frankfurt. Die Hamburger Privatbank Berenberg kommt nach dem von der Finanzaufsicht erzwungenen Führungswechsel bei der Neuordnung ihres Gesellschafterkreises voran. Laut einer Mitteilung des Instituts vom Montag übernimmt die Hamburger Döhle-Gruppe den Großteil der Anteile des ehemaligen Bankchefs Hendrik Riehmer. Damit hält die Gruppe knapp zehn Prozent an Berenberg, während Riehmer keine Anteile mehr besitzt.
Im Juni hatte ein Bilanzskandal bei Berenberg zur Abberufung der gesamten Geschäftsführung der Privatbank geführt. Sie bestand aus den persönlich haftenden Gesellschaftern Hendrik Riehmer, David Mortlock und Christian Kühn. Mortlock und Kühn halten gemeinsam mit anderen ehemaligen persönlich haftenden Gesellschaftern weiterhin knapp sieben Prozent an dem Institut.
Über den Kaufpreis für Riehmers Anteile vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Es handle sich um eine reine Finanzbeteiligung, die Döhle-Gruppe werde keinen Einblick in das Kundengeschäft haben, heißt es in der Mitteilung.
Bei dem Unternehmen handelt es sich um eine international tätige Schifffahrts- und maritime Dienstleistungsgruppe. Sie wurde 1956 gegründet, beschäftigt rund 5000 Mitarbeiter und hat ihren Sitz an der Elbchaussee in Hamburg.