Produktion eingestellt: Aus und vorbei, Brauerei hat dichtgemacht
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Mannheim (Baden-Württemberg) – Nun ist also tatsächlich Feierabend. Bei der insolventen Brauerei Eichbaum ist nach fast 350 Jahren das letzte Bier gebraut worden. Jetzt schließt das Werk für immer.
Die Produktion wurde zum 30. September eingestellt. Der Geschäftsbetrieb endet spätestens zum 31. Dezember. Durch die Stilllegung der Brauerei verlieren 181 Mitarbeiter ihre Jobs. Unternehmensleitung und Betriebsrat einigten sich auf einen Sozialplan für die Mitarbeiter. Das Unternehmen hatte eine jahrhundertelange Tradition, war 1679 gegründet worden. Nun das bittere Aus.
Der Leidensweg bis zur Schließung
Die Brauerei hatte Ende Oktober 2025 Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Zunächst hatte es noch Hoffnung auf Rettung gegeben: Eichbaum verkaufte die beliebte Marke Karamalz an Veltins. Der Preis blieb geheim. Zudem wurde die Zahl der Mitarbeiter von 290 auf zunächst rund 240 reduziert . Doch auch der Umbau rettete die Brauerei nicht. Im Juli 2026 stand fest: Die Sanierung der Traditionsbrauerei war gescheitert .
Gründe für das Aus: Nach eigenen Angaben lieferte Eichbaum weltweit in mehr als 60 Länder. Doch der Export des beliebten Bieres ging immer weiter zurück. Auch in Deutschland sank die Nachfrage, weil der Bierkonsum seit Jahren zurückgeht . In der Folge brachen die Umsätze ein. Am Ende fehlte das Geld.
Was das Aus für Kunden bedeutet
Die Kunden sollen nichts vom endgültigen Aus merken: Die Brauerei Park & Bellheimer aus Pirmasens (Rheinland-Pfalz) soll die Marke der Mannheimer Brauerei übernehmen. Daher sollen Eichbaum-Biere weiterhin in Gastronomie, Großhandel und Einzelhandel erhältlich sein. Das Markengeschäft soll die neue Eichbaum-Vertriebs-GmbH in Mannheim übernehmen.
Mehr Traditionsbrauer schließen
Eichbaum ist nicht die einzige Traditionsbrauerei, für die es nicht weitergeht. Erst am Dienstag hatte Wolters in Braunschweig mitgeteilt, dass dort nur noch bis Jahresende Bier gebraut wird. Dann schließt die beliebte Brauerei für immer . Auch dort gibt es Bemühungen, den Markennamen zu erhalten. Am selben Ort wird auch noch das Colbitzer Bier abgefüllt. Doch auch damit ist bald Schluss.
Der deutsche Biermarkt war im vergangenen Jahr so stark geschrumpft wie noch nie seit der Wiedervereinigung, wie das Statistische Bundesamt Anfang Februar berichtet hatte.