Proteste auch in anderen Ländern
In Clermont-Ferrand und Toulouse seien zwei Menschen schwer verletzt worden. Es habe auch wieder Sachbeschädigungen und Plünderungen gegeben. Das Ausmaß sei aber nicht vergleichbar mit den Ausschreitungen der vergangenen Woche.
Die Behörden hatten in Vorbereitung des Protest-Wochenendes Auflagen erlassen und viele Kundgebungen verboten. 70.000 Sicherheitskräften waren im Einsatz. Nach Angaben des Innenministeriums nahmen mehr als 400.000 Menschen an den Demonstrationen teil. Laut der Gewerkschaft CGT waren es fast 800.000.
Bei den seit Wochen anhaltenden Protesten geht es unter anderem um hohe Lebenshaltungskosten und die Bildungspolitik.
Gewalt und Chaos bei Protesten in weiteren europäischen Städten
Ähnliche Demonstrationen gab es zum Beispiel auch in Italien, Portugal, Spanien und Albanien. In der albanischen Hauptstadt Tirana warfen Demonstranten mit Steinen auf Regierungsgebäude und die Polizei; das Umweltministerium wurde in Brand gesetzt.
In den italienischen Städten Mailand, Bologna, Turin und Rom kam es vereinzelt zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizisten. Es gab Hunderte vorläufige Festnahmen.
In der belgischen Hauptstadt Brüssel setzte die Polizei bei Zusammenstößen mit regierungskritischen Demonstranten Tränengas und Pfefferspray ein. Die portugiesische Polizei räumte in den frühen Morgenstunden ein Protestcamp gegen die Wohnungsnot im Zentrum von Lissabon.
In Barcelona in Spanien gab es rund 100 Festnahmen nach Ausschreitungen während einer Demonstration. Der Bürgermeister sprach von grundloser Gewalt und Vandalismus.
Diese Nachricht wurde am 25.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.