Proteste gegen Rechtsextremismus: Mehr als 100.000 Menschen protestieren gegen Rechtsextremismus
Eine Woche nach dem deutlichen Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt haben Zehntausende Menschen in Deutschland gegen Rechtsextremismus demonstriert. Die Kampagnenplattform Campact teilte mit, dass in etwa 20 Städten insgesamt fast 150.000 Menschen teilnahmen.
Dazu aufgerufen hatte die Initiative Prüf, die sich für die Prüfung eines AfD-Verbots einsetzt. Besonders große Kundgebungen fanden laut einer Sprecherin der Initiative in Düsseldorf, Hamburg, Berlin und München statt. Auch in Leipzig, Magdeburg, Mainz, Saarbrücken und anderen Städten gab es Proteste.
Die Berliner Polizei meldete bei verschiedenen Demonstrationen in Berlin-Mitte eine »niedrige fünfstellige Teilnehmerzahl«. Insgesamt demonstrierten laut Campact in der Hauptstadt 32.000 Menschen. Die größte Veranstaltung war ein Sternmarsch, der aus sieben Demonstrationszügen bestand und vor dem Roten Rathaus mit einer Abschlusskundgebung endete. Die zunächst separate Kundgebung Schutz der Demokratie und Menschenrechte – Klare Kante gegen Rechts startete am Potsdamer Platz und schloss sich dem Sternmarsch an. Die AfD selbst veranstaltete eine Kundgebung mit ihrer Berliner Spitzenkandidatin Kristin Brinker.
In Düsseldorf beteiligten sich laut Angaben der Polizei und der Veranstalter etwa 20.000 Menschen an einem Protestzug mit dem Motto Kein Schritt zurück! Gegen die AfD und rechte Hetze. In Hamburg zogen nach Angaben der Veranstalter etwa 25.000 Menschen unter dem Motto Zeit zum Handeln – Freiheit muss verteidigt werden durch die Innenstadt.