Proteste in Frankreich: „Sie haben nicht zugehört“ - Vance sieht in Migrationspolitik Grund für Ausschreitungen
US-Vizepräsident JD Vance hat Einwanderung aus ärmeren Ländern für die Ausschreitungen bei den jüngsten Protesten in Frankreich verantwortlich gemacht. Gut zwei Wochen vor den Kongresswahlen in den USA schrieb der Republikaner auf der Plattform X, linke Politiker in Frankreich und anderen Ländern hätten „im Namen von Vielfalt und Mitgefühl“ die „Dritte Welt“ ins Land geholt. Dabei habe Frankreich nicht auf „Assimilation und Kompatibilität“ der Menschen geachtet, kritisierte er weiter. Die Politiker seien gewarnt worden, dass es so kommen würde, hätten aber nicht zugehört.
In Frankreich war es am Samstag am Rande von Protesten gegen hohe Lebenshaltungskosten, an denen sich Hunderttausende überwiegend friedlich beteiligten, auch zu schweren Ausschreitungen gekommen. Frankreichs Regierung sprach von „gewalttätigen ultralinken“ Randalierern. Das Thema Migration schien zunächst keine größere Rolle zu spielen.
Vance: Wahnsinn stoppen, bevor mehr Wahrzeichen brennen
Vance verlinkte in seinem Post ein Video, das ein Feuer am historischen Rathaus in der zentralfranzösischen Stadt Limoges zeigen soll. Es war von Randalierern in Brand gesetzt worden. „Ich hoffe, dass Frankreich, ein schönes Land mit tollen Menschen, diesen Wahnsinn stoppen wird, bevor noch mehr seiner Wahrzeichen brennen“, schrieb Vance.
Trumps Regierung setzt in den USA auf einen harten Kurs gegen Migranten und brüstet sich mit Massenabschiebungen. Der Präsident und sein Vize haben Europa auch in der Vergangenheit immer wieder für seine angeblich laxe Asyl- und Migrationspolitik kritisiert.