DAX +1,75 % 26.039,68 Pkt 18:00:00 MDAX +0,99 % 30.798,65 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,64 % 6.207,07 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,07 % 52.342,56 Pkt 21:33:51 S&P 500 -0,03 % 7.720,39 Pkt 21:32:46 Nasdaq -1,11 % 26.184,73 Pkt 22:15:59 Nikkei -1,87 % 63.453,11 Pkt 01:46:10 Gold -0,64 % 4.025,60 USD 01:51:11 Silber -2,73 % 52,00 USD 01:51:11 Brent -3,43 % 111,36 USD 01:50:06 WTI -0,11 % 102,67 USD 01:51:01 Bitcoin -1,08 % 76.950,00 USD 02:01:11 EUR/USD +0,40 % 1,12010 USD 02:00:46 EUR/GBP -0,12 % 0,83590 GBP 02:01:13 EUR/CHF -0,45 % 0,91940 CHF 02:01:13 EUR/JPY +0,08 % 176,198 JPY 02:01:13

Prozess in Alabama abgewendet: Tiktok stimmt Vergleich und damit Millionenzahlung zu

Wirtschaft

Der US-Bundesstaat Alabama wirft Tiktok vor, Minderjährige in eine Social-Media-Sucht zu treiben. Kurz vor Prozessbeginn lenkt die Videoplattform ein und will zahlen. Der Betrag liegt im dreistelligen Millionenbereich, steht aber noch nicht genau fest.

Die Videoplattform Tiktok hat mit einem Vergleich einen für Montag geplanten Prozess im US-Bundesstaat Alabama wegen mutmaßlich mangelhaften Schutzes Minderjähriger vor Social-Media-Sucht abgewendet. Wie Generalstaatsanwalt Steve Marshall am Freitag (Ortszeit) mitteilte, soll das Unternehmen im Rahmen der Einigung mindestens 100 Millionen Dollar zahlen und die tägliche Nutzungszeit für junge Nutzer auf zwei Stunden begrenzen.

Die Mindestsumme muss demnach binnen 45 Tagen gezahlt werden. Unter bestimmten Bedingungen könne sie auf bis zu 300 Millionen Dollar heraufgesetzt werden, hieß es weiter. Der Vergleich beendet das Verfahren drei Tage vor dem geplanten Prozessbeginn in Montgomery. Klagen von mehr als einem Dutzend weiterer US-Bundesstaaten gegen Tiktok bleiben davon unberührt.

Tiktok verführt junge Nutzer wie Spielautomaten

Der Bundesstaat Alabama hatte Tiktok und dessen chinesische Muttergesellschaft Bytedance im April 2025 verklagt. Die Video-App verführe junge Nutzer ähnlich wie "Spielautomaten", hieß es in der Klage. Ermittler, die sich als 13- bis 15-Jährige registrierten, bekamen demnach unter anderem Videos über Suizide, Selbstverletzungen, Essstörungen sowie Alkohol und Sex angezeigt.

Der Bundesstaat warf Tiktok zudem vor, Eltern über Schutzfunktionen für Minderjährige getäuscht zu haben. Tiktok hatte die Vorwürfe zurückgewiesen und sich auf ein US-Bundesgesetz berufen, das Online-Plattformen von einer Haftung für von Nutzern veröffentlichte Inhalte entbindet.

In diesem Jahr hatten in den USA bereits mehrere Prozesse gegen die Instagram- und Facebook-Mutter Meta sowie die Videoplattform Youtube von Google stattgefunden. Sie wurden zu hohen Strafzahlungen verurteilt.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren