PS5-Laufwerk: Sony begrenzt Bestellungen, aber nicht aufgrund der Disc-Ankündigung
Wer das separate Laufwerk der PS5 direkt bei Sony kaufen möchte, stößt auf eine Mengenbeschränkung. Das japanische Unternehmen erlaubt im hauseigenen PS-Direct-Store nur ein Exemplar pro Bestellung und begründet das mit „hoher Nachfrage“. Bei einem oberflächlichen Blick könnte ein Zusammenhang mit den jüngsten Ankündigungen rund um physische Spiele naheliegen. Denn Sony hat bestätigt, ab Januar 2028 keine Disc-Versionen neuer Titel mehr herzustellen. Steigt mit der Ankündigung plötzlich das Interesse an der Disc und Spieler fallen einer kolportierten „Torschlusspanik“ zum Opfer? Das wollen zumindest etliche Social-Media-Beiträge und einzelne Artikel vermitteln. Doch stimmt das? Kein plötzlicher Ansturm: Die Begrenzung besteht schon länger Bei genauerem Hinsehen relativiert sich die Deutung. Die Beschränkung auf ein Laufwerk pro Order ist keineswegs neu, sondern gilt seit langer Zeit. Sie steht damit nicht in Verbindung mit einem kurzfristigen Ansturm nach der Ankündigung, was nicht zwangsläufig bedeuten muss, dass es kein gesteigertes Interesse gibt. Aber es ist eben kein Hinweis. Erste Engpässe gab es rund um den Verkaufsstart der PS5 Pro. Damals sicherten sich Wiederverkäufer einen Teil der verfügbaren Laufwerke. Das Ergebnis waren völlig überteuerte Angebote auf eBay und ähnlichen Plattformen. Die Idee, dass die aktuelle Mengenbegrenzung eine direkte Reaktion auf neue Scalping-Aktivitäten oder ein gesteigertes Interesse seitens der Spieler sei, hält sich hartnäckig, trifft aber so nicht zwangsläufig zu. Das optionale Add-on lässt sich sowohl mit der PS5 Slim als auch mit der PS5 Pro nutzen. Es erweitert die reinen Digital-Konsolen um ein Laufwerk und ermöglicht damit das Abspielen von Disc-Spielen. Im Fall der PS6 wird es diese Wahl vermutlich nicht mehr geben. Neuer Hinweis auf der Produktseite Tatsächlich neu ist ein anderer Punkt: Auf der Produktseite des Laufwerks findet sich inzwischen ein Vermerk zum Ende der physischen Spiele. Dort heißt es: „Ab Januar 2028 werden neu veröffentlichte Spiele auf PlayStation im PlayStation Store und im Einzelhandel nur noch im digitalen Format zum Kauf erhältlich sein. Discs für Spiele, die vor Januar 2028 veröffentlicht wurden, können weiterhin auf dieser Konsole gespielt werden.“ Sony begründet den Kurswechsel mit einer Verschiebung der Vorlieben in der gesamten Unterhaltungsbranche. Digitale Medien würden inzwischen deutlich stärker nachgefragt als Discs. Bereits vor dem Stichtag veröffentlichte physische Titel bleiben von der Umstellung unberührt und lassen sich weiterhin nutzen. Und nicht nur das: Schon in der Sony-Ankündigung vom 1. Juli 2026 hieß es, dass die Entscheidung nur für die „Produktion physischer Discs für neue Spiele“ gilt: „Diese Umstellung hat keine Auswirkungen auf Spiele, die bereits erschienen sind oder vor Januar 2028 im Disc-Format erscheinen werden.“ Sony DADC in Thalgau bei Salzburg rechnet damit, dass der Anteil der PlayStation-Discs im Jahr 2028 bei etwa zehn Prozent des Gesamtvolumens liegt. Momentan sind es 50 Prozent. Es werden demnach weiterhin Discs produziert, aber nur für Spiele, die vor dem Stichtag veröffentlicht wurden. Dass es sich hierbei um keine Fehlinterpretation handelt, bestätigte Sony noch einmal gegenüber Publishern: