PS5: Weitere Preiserhöhung zu befürchten? Sony ordnet aktuelle RAM-Situation ein
Im Rahmen der aktuellen Geschäftszahlen ging Sony auch auf die Verkaufszahlen der PS5 ein und gab bekannt, dass das Unternehmen im am 30. Juni 2026 beendeten Quartal 1,6 Millionen Konsolen an den Handel auslieferte. Damit steigt die weltweite Auslieferungsmenge auf 95,3 Millionen PS5-Konsolen. Ergänzend zu den neuen Auslieferungszahlen äußerte sich Sony auch kurz zur anhaltenden RAM-Krise und der daraus resultierenden Preisspirale, die sich laut Experten noch bis 2027 oder darüber hinaus erstrecken könnte. Eine Entwicklung, die unter Spielern natürlich die Befürchtung aufkommen ließ, dass Konsolen wie die PS5 und die Xbox Series X/S, die in der Vergangenheit bereits mehrfach im Preis angehoben wurden, künftig noch teurer werden könnten. In einer Fußnote der aktuellen Geschäftszahlen dürfte Sony diesbezüglich aber zumindest vorübergehend Entwarnung gegeben haben. Vorerst wohl keine Preiserhöhung zu befürchten In der Anmerkung weist der japanische Elektroriese darauf hin, für das laufende Geschäftsjahr über ausreichend RAM-Vorräte zu verfügen, um die PS5-Produktion fortsetzen zu können, ohne zusätzliche Komponenten nachbestellen zu müssen. „Wir haben die für unser geplantes Absatzvolumen im Geschäftsjahr 2026 benötigte Menge an Speicher gesichert“, schrieb Sony. Damit muss der Konzern voraussichtlich bis zum Ende des Geschäftsjahres am 31. März 2027 keine zusätzlichen RAM-Bestände beschaffen und geht den weiter steigenden Preisen für entsprechende Komponenten erst einmal aus dem Weg. Zudem betonte Sony: „Unser Plan, die Profitabilität der Hardware im Geschäftsjahr 2026 auf einem ähnlichen Niveau wie im Geschäftsjahr 2025 zu halten, bleibt unverändert.“ Da sich Sony laut eigenen Angaben also ausreichend Speicher für die geplante Produktion bis zum Ende des Geschäftsjahres gesichert hat und an den bisherigen Plänen zur Hardware-Profitabilität festhält, dürfte zumindest vorerst nichts auf eine weitere Preiserhöhung der PS5 beziehungsweise der PS5 Pro hindeuten. Eine endgültige Garantie für die Zukunft ist dies jedoch nicht, da die nähere Vergangenheit gezeigt hat, dass Faktoren wie Lieferengpässe, militärische Konflikte oder politische Unsicherheiten wie die wankelmütige US-Zollpolitik zu einem plötzlichen Anstieg der Produktionskosten und somit auch der Preise für Unterhaltungselektronik führen können. Komponentenpreise könnten PS6 und Co. ausbremsen Die letzte Preiserhöhung der PS5 nahm Sony im April dieses Jahres vor, als alle Modelle der Konsole jeweils um 100 Euro teurer wurden. Während das Standard-Modell der PS5 seitdem 649,99 Euro kostet, werden für die Digital Edition 599,99 Euro und für die PS5 Pro 899,99 Euro fällig. Experten zufolge könnten die gestiegenen Produktionskosten durch die anhaltende Speicherknappheit auch die nächste Konsolengeneration beeinflussen und sowohl zu höheren Preisen als auch zu einem späteren Launch von Systemen wie der PS6 oder der neuen Xbox führen. Für Sony und Microsoft dürfte dabei vor allem entscheidend sein, die Preise der kommenden Konsolen unter der psychologisch wichtigen Marke von 1.000 US-Dollar beziehungsweise Euro zu halten. Mehrere Analysten gehen jedoch davon aus, dass dieses Ziel angesichts der aktuellen Entwicklung bei den Hardwarekosten möglicherweise nur schwer zu erreichen sein könnte.