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PS5, Xbox und Co.: Deutsche Spieler trotzen dem Trend - und bleiben mehrheitlich der Disc treu

Wirtschaft

Im vergangenen Monat schlug Sonys Ankündigung, die Disc zu begraben und PlayStation-Spiele ab Anfang 2028 nur noch im PlayStation Store oder in Form von Download-Codes zu verkaufen, hohe Wellen. Gestützt wurde Sonys Entscheidung von führenden Publishern wie Capcom oder Square Enix, die angaben, dass sie mittlerweile knapp 90 Prozent ihrer Spiele digital verkaufen und somit vom Wegfall der Disc als Medium für PlayStation-Spiele nur wenig betroffen wären. Dass es allerdings auch noch Länder gibt, in denen Spiele für die Konsolen mehrheitlich physisch verkauft werden, verdeutlicht der Jahresreport der deutschen Games-Branche 2026, den der Branchenverband Game in dieser Woche veröffentlichte. Diesem lässt sich unter anderem entnehmen, dass der Umsatz der Games-Branche auf dem deutschen Markt 2025 wieder zulegte. Nach einem leichten Rückgang im Jahr davor ist der Umsatz mit Spielen, entsprechender Hardware oder Online-Diensten in Deutschland 2025 auf rund 9,4 Milliarden Euro angestiegen – ein Wachstum von vier Prozent. Online-Angebote legen auch in Deutschland zu Neben der Hardware entwickelten sich vor allem Online-Dienste, die erstmals die Marke von einer Milliarde Euro Umsatz knackten, 2025 zu den Umsatztreibern der Branche in Deutschland. Mit dem Verkauf von Spielen über alle Plattformen hinweg wurden im vergangenen Jahr 807 Millionen Euro umgesetzt, was einem Rückgang von 13 Prozent entspricht. Positiv wiederum entwickelte sich der Umsatz mit In-Game- und In-App-Käufen, mit denen in Deutschland im vergangenen Jahr 4,1 Milliarden Euro generiert wurden. Mit Videospielen für Konsolen wie Switch, PlayStation und Xbox setzte die Branche rund 1,8 Milliarden Euro um. Rund 40 Prozent dieses Umsatzes entfielen laut Game allerdings auf Online-Gaming-Services wie den Xbox Game Pass oder PlayStation Plus, während In-Game-Käufe oder digitale Zusatzinhalte 30 Prozent des Umsatzes von Konsolenspielen ausmachten. Weiter geht aus dem Jahresbericht von Game hervor, dass der Download-Anteil bei den verkauften Spielen im Jahr 2025 plattformübergreifend bei 69 Prozent lag. Im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Plus von einem Prozent. Ein Grund für den hohen Anteil an Downloads ist neben der einfachen Verfügbarkeit auch der zunehmende Fokus der Branche auf digitale Vertriebswege. Viele Spiele erscheinen inzwischen ausschließlich oder überwiegend digital – etwa als Digital-Editionen großer Titel, im Early Access oder als Indie- und Retro-Games, was den Trend hin zum digitalen Vertrieb weiter verstärkt. Konsolenspieler bevorzugen physische Medien Wenig überraschend: Genau wie in den Vorjahren ist der PC mit einem Download-Anteil von 99 Prozent führend. Ein anderes Bild offenbaren jedoch die Konsolenspieler, die in Deutschland auch weiterhin dem internationalen Trend trotzen und ihre Spiele mehrheitlich auf Disc oder Cartridge kaufen. Gegenüber dem Jahr 2024, in dem digitale Verkäufe auf der PS5 und Co. 44 Prozent der verkauften Spiele ausmachten, sank der Download-Anteil 2025 sogar um zwei Prozent auf 42 Prozent – und das, obwohl auch auf den Konsolen immer mehr Spiele nur noch digital erscheinen. Damit wird der Großteil (58 Prozent) der Spiele für Konsolen in Deutschland nach wie vor auf Datenträgern erworben. „Unterschiedlich fallen die Präferenzen auch je nach Alter der Spielenden aus. Am stärksten verbreitet ist der Download-Kauf bei den 20- bis 29-Jährigen: Mehr als 4 von 5 Spielen (82 Prozent) kaufen Gamerinnen und Gamer dieser Altersgruppe in digitaler Form“, schreibt Game zu den digital verkauften Spielen weiter. „Auch die ältesten Spielenden entscheiden sich immer häufiger für den Spiele-Kauf per Download: So erwerben die über 60-jährigen Gamerinnen und Gamer nahezu 7 von 10 (66 Prozent) ihrer Spiele als digitale Version.“ Interessant dürfte auch sein, wie sich der Anteil digitaler Käufe in Deutschland ab 2028 entwickelt, wenn PlayStation-Spiele nicht mehr auf Disc erscheinen.

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