PS6 und Xbox Helix: Entwickler warnt vor neuer Konsolen-Generation, aber nicht aufgrund der 1.000-Dollar-Marke
Mit der PS6 und Xbox Helix nähert sich die nächste Konsolen-Generation. Während weiterhin unklar ist, wann die Markteinführung erfolgen soll, steht eines quasi fest: Günstig wird die Hardware nicht. Die aktuelle RAM-Krise könnte noch einige Jahre anhalten und Konsolen zu einem Luxusobjekt machen. Was wäre also, wenn Sony und Microsoft schlicht auf eine neue Generation verzichten, zumindest in den nächsten Jahren? Einer der Fürsprecher ist Del Walker, der zuvor als Artist und Art Director bei Naughty Dog und Rocksteady tätig war. Seine Argumentation richtet sich aber weniger gegen Preise, die bei 1.000 US-Dollar oder mehr liegen könnten. Vielmehr sieht er in neuen Konsolen grundsätzliche Nachteile. Weniger Limitierungen, mehr Verschwendung Zu einer neuen Konsole gehöre für ihn nie ein Rückgang der Entwicklungskosten. Stattdessen kämen mit jeder Generation mehr Komplexität, höhere Ausgaben und längere Produktionszeiten hinzu. Auf X schrieb Walkter: „Die nächste Generation von Konsolen wird mehr Blutvergießen verursachen. Die Kosten für die Spieleentwicklung sind noch nie gesunken, wenn eine neue Konsole aufkommt, sie fügt immer nur Komplexität, Kosten und Entwicklungszeit hinzu, aber sind die Spiele wirklich unterhaltsamer?“ Ein zentraler Punkt in Walkers Argumentation sind technische Grenzen. Diese betrachtet er nicht als Hindernis, sondern als kreativen Motor. „Einschränkungen sind der Ort, an dem die beste Magie passiert, wenn man ein Spiel macht. Und weniger davon führt zu Verschwendung. Wenn die Kosten steigen, gibt es weniger Gewinner und mehr Entlassungen. Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass die PS6 und das Xbox Helix nie einen Fuß in dieses Jahrzehnt setzen.“ Mit diesem Wunsch dürfte er nicht allein sein. Und auch die Zahlen sprechen dafür. Erst im vergangenen Jahr konnte Sony verkünden, dass es mehr aktive PS5- als PS4-Nutzer gebe. Das heißt aber nicht, dass die Konsolen eine identische oder ähnliche Nutzung bzw. ein vergleichbares Kaufverhalten aufweisen. Oftmals wandert alte Hardware bei einem Generationswechsel samt vorhandener Spiele oder Filme in die Kinderzimmer. Warum große Spiele immer glatter werden Zurück zum ursprünglichen Tweet: Ein Follower griff Walkers Gedanken auf und verwies auf den Hochbudget-Bereich, in dem Risiko und kreative Weiterentwicklung zurückstehen müssten, um ein größeres, casual orientiertes Publikum zu erreichen. Der Entwickler stimmte zu und verwies auf ein eigenes YouTube-Video mit demselben Ergebnis. Er wählte ein anschauliches Bild: „Wenn deine Mahlzeit für jeden geeignet sein muss, darf sie nicht scharf sein, sie darf nicht süß sein, sie kann nur ‚inoffensiv‘ sein. Wir können nicht mal Rätsel haben, ohne dass jetzt eine Nebenfigur die Antworten herausplappert, wegen dieser Sache.“ Das gilt nicht zuletzt für Spiele wie „God of War Ragnarök“ aus dem Hause Sony Santa Monica. Auch die Checklisten-Struktur vieler Open-World-Spiele im Ubisoft-Stil gehört zu den Dingen, die Spieler an die Hand nehmen.