PS6 & Xbox Helix: Chips angeblich fertiggestellt - Microsoft hängt Sony bei der Rohleistung ab
Während Microsoft die Arbeiten an Project Helix zwar bereits bestätigt hat, warten sowohl die neue Xbox als auch die PS6 weiterhin auf ihre offizielle Enthüllung. Doch die könnte langsam näher rücken: Neuesten Berichten zufolge haben beide Next-Gen-Systeme einen entscheidenden Meilenstein erreicht.
Demnach sollen die Prozessoren beider Konsolen fertig designt und für die Fertigung freigegeben worden sein („Taped Out“). Passend dazu sind außerdem auch die mutmaßlichen Spezifikationen durchgesickert und die zeigen auf dem Papier einen deutlichen Leistungsvorsprung für Microsoft.
Rohleistung auf dem Papier: 56 TFLOPS vs. 40 TFLOPS
Wie Insider Gaming berichtet, stammen die Infos einmal mehr vom bekannten und zuverlässigen Hardware-Insider Kepler_L2, der einen detaillierten Blick auf die Leistungsdaten der PS6 und Next-Gen-Xbox gewährt. So setzt Microsoft bei Project Helix auf spürbar mehr Siliziumfläche, während Sony bei der PS6 einen kompakteren Ansatz verfolgt.
Die geleakten Leistungsdaten der PS6 („Orion“):
Fertigung: TSMC N2 (teils wird auch N3 vermutet)
Chip-Aufbau: kompakt und monolithisch (ca. 280 mm²)
Prozessor (CPU): 8x Zen 6c + 2× Zen 6 LP
Grafikeinheit (GPU): 54 RDNA 5 Compute Units (52 aktiv) bei 2,6 bis 3,0 GHz
Arbeitsspeicher: 30 bis 40 GB GDDR7 (160-Bit-Anbindung)
KI-Features: In die GPU integrierte Neural Arrays
Theoretische Leistung: 40 TFLOPS
Die geleakten Leistungsdaten der Xbox Project Helix („Magnus“):
Fertigung: TSMC N3P
Chip-Aufbau: Großes Chiplet-Design (ca. 408 mm², aufgeteilt in SoC und GPU)
Prozessor (CPU): 3x Zen 6 + 8× Zen 6c
Grafikeinheit (GPU): 68 RDNA 5 Compute Units bei 2,5 GHz+
Arbeitsspeicher: 36 bis 48 GB GDDR7 (192-Bit-Anbindung)
KI-Features: Eigenständige NPU mit bis zu 110 TOPS
Theoretische Leistung: 56 TFLOPS
Somit stellen die Spezifikationen beider Konsolen im Vergleich zur aktuellen Generation einen gewaltigen Sprung dar. Immerhin kommt die PS5 auf gerade einmal 10,28 TFLOPS, während die Xbox Series X bei 12 TFLOPS liegt und die PS5 Pro bei 16,7 TFLOPS.
Zudem sichert sich Microsoft laut diesen Daten einen theoretischen Leistungsvorsprung von rund 40 Prozent bei den Teraflops, verfügt über 42 Prozent mehr Siliziumfläche und rund 20 Prozent mehr Arbeitsspeicher.
Warum TFLOPS nicht alles sind
Bei direkten TFLOPS-Vergleichen ist allerdings wie gewohnt Vorsicht geboten: Teraflops messen lediglich die theoretische Rechenleistung unter Idealbedingungen. In der Praxis entscheiden jedoch zahlreiche weitere Faktoren über die tatsächliche Bildrate und Grafikqualität.
So kann ein durchdachtes Gesamtsystem einen rein rechnerischen TFLOPS-Nachteil im echten Spielbetrieb schnell wettmachen. Bei der PS6 ist davon auszugehen, dass Sony stark auf maßgeschneiderte KI-Funktionen – voraussichtlich eine Weiterentwicklung des PSSR der PS5 Pro – sowie auf integrierte Neural-Arrays auf dem Grafikchip setzt, um Auflösung und Performance effizient zu skalieren.
Ebenfalls nicht zu unterschätzen: Der größere Chip-Aufbau, mehr GDDR7-Speicher und eine dedizierte NPU machen Microsofts Project Helix in der Herstellung spürbar teurer. Das dürfte sich direkt im Verkaufspreis niederschlagen. Auch Branchen-Analysten gehen bereits davon aus, dass die nächste Xbox im Vergleich zur PS6 deutlich teurer ausfallen könnte.
Wann mit den Next-Gen-Konsolen zu rechnen ist, bleibt offiziell noch offen. Da die Chips nun aber den „Taped Out“-Status erreicht haben – die Designphase also abgeschlossen ist und die Blaupausen zur Fertigung gehen -, deutet den Insidern zufolge vieles auf einen Marktstart Ende 2027 hin.
Wie immer gilt jedoch: Weder Sony noch Microsoft oder AMD haben die geleakten Spezifikationen offiziell bestätigt. Sämtliche Angaben sind somit auch weiterhin als Gerüchte einzustufen und sollten mit der nötigen Portion Skepsis betrachtet werden.