DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin -0,02 % 64.298,69 USD 09:25:24 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Psychische Erkrankungen: 70 Prozent genetische Überlappung entdeckt

Gesundheit

sind sich auf genetischer Ebene ähnlicher als bislang gedacht. Eine aktuelle Genom-Studie zeigt: Die biologischen Grundlagen vieler psychischer Erkrankungen überschneiden sich massiv. 70 Prozent genetische Überlappung bei Schizophrenie und bipolarer Störung Die Forschung stützt sich auf gewaltige Datenmengen. Eine im Dezember 2025 in Nature veröffentlichte Studie analysierte die DNA von über einer Million Betroffenen und rund fünf Millionen Kontrollpersonen. Das Ergebnis: Fünf zentrale genetische Signaturen wirken über 14 verschiedene psychische Störungen hinweg. Besonders deutlich wird die Überlappung bei Schizophrenie und bipolarer Störung. Hier liegt die genetische Gemeinsamkeit bei rund 70 Prozent. Viele genetische Varianten sind pleiotrop – sie beeinflussen gleichzeitig mehrere Krankheitsbilder. „Diese Störungen sind sich auf genetischer Ebene ähnlicher als sie einzigartig sind", sagt Andrew Grotzinger von der University of Colorado Boulder. Eine weitere Studie im Februar 2025 in Cell bestätigte die Ergebnisse. Die Forscher identifizierten 683 pleiotrope Varianten, die vor allem die Genregulation in Neuronen beeinflussen. Grundlage: über sechs Millionen untersuchte DNA-Profile. Intelligenz als differenzierender Faktor Doch die genetischen Risiken wirken sich unterschiedlich auf kognitive Fähigkeiten aus. Eine aktuelle Untersuchung in Nature Communications vom 7. Juli 2026 unterscheidet zwischen fluider Intelligenz (logisches Denken), kristallisiertem Wissen (Bildungswissen) und Reaktionszeit. Anzeige Ob Vergesslichkeit im Alter eine normale Begleiterscheinung ist oder als Warnsignal für die geistige Fitness gedeutet werden muss, lässt sich heute diskret prüfen. Dieser von Experten entwickelte Selbsttest gibt Ihnen in nur zwei Minuten eine erste anonyme Einschätzung. 7 Fragen zur Gewissheit: Hier den Demenz-Selbsttest starten Das genetische Risiko für Schizophrenie und bipolare Störung ist mit niedrigerer fluider Intelligenz und langsameren Reaktionszeiten verbunden. Gleichzeitig korreliert es mit einem höheren Maß an kristallisiertem Wissen. Die Studie identifizierte 78 neue Genorte, die spezifisch mit kristallisiertem Wissen zusammenhängen. Andere Störungen zeigen abweichende Muster: ADHS: Schnellere Reaktionszeiten, aber insgesamt niedrigere Intelligenzwerte Autismus: Höheres kristallisiertes Wissen Alzheimer: Primär verringerte fluide Intelligenz Zelluläre Alterung als neuer Faktor Neben den kognitiven Profilen rücken zelluläre Prozesse in den Fokus. Die Forschung deutet auf einen kausalen Effekt bei ADHS hin: eine Verkürzung der Telomere, den Schutzkappen der Chromosomen. Das signalisiert eine beschleunigte zelluläre Alterung. Die globale Dimension des Problems ist enorm. Laut WHO lebt etwa jeder siebte Mensch weltweit mit einer psychischen Erkrankung. Die Lebenserwartung Betroffener liegt Schätzungen zufolge 10 bis 20 Jahre unter dem Durchschnitt. Anzeige Während die Genetik den Grundstein legt, lässt sich die geistige Leistungsfähigkeit durch gezieltes Training im Alltag aktiv unterstützen. Dieser kostenlose Ratgeber stellt Ihnen 11 einfache Übungen vor, mit denen Sie Ihre Konzentration stärken und mentaler Erschöpfung vorbeugen können. Kostenlosen Ratgeber für geistige Fitness herunterladen Neue Therapien durch gemeinsame biologische Pfade Die Entschlüsselung dieser genetischen Gemeinsamkeiten könnte die Entwicklung neuer Behandlungen beschleunigen. An der Cardiff University sammelt die „Bipolar, Schizophrenia and Psychosis Research Initiative" Daten von rund 600 Probanden. „Das Verständnis der biologischen Ursachen ist die Voraussetzung für zielgerichtete Behandlungen", erklärt Neil Harrison von der Cardiff University. Das Ziel: Diagnostische Grenzen überwinden und Therapien entwickeln, die an den gemeinsamen biologischen Pfaden ansetzen. Für Experten wie Hyejung Won von der University of North Carolina ist die Identifizierung dieser geteilten Signale ein Meilenstein für die Präzisionsmedizin in der Psychiatrie.

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