DAX +1,70 % 26.047,69 Pkt 16:00:01 MDAX +0,91 % 32.508,70 Pkt 16:00:01 Euro Stoxx 50 +1,05 % 6.424,65 Pkt 16:00:00 Dow Jones +1,89 % 53.192,70 Pkt 16:15:02 S&P 500 +1,69 % 7.563,16 Pkt 16:15:02 Nasdaq +2,26 % 25.689,07 Pkt 16:15:01 Nikkei -0,94 % 63.754,90 Pkt 08:45:03 Gold -0,54 % 4.084,70 USD 16:04:52 Silber -0,85 % 57,30 USD 16:05:01 Brent -5,33 % 83,24 USD 16:04:45 WTI -6,45 % 79,21 USD 16:05:01 Bitcoin -0,39 % 63.235,21 USD 16:14:01 EUR/USD -0,04 % 1,15190 USD 16:14:57 EUR/GBP +0,06 % 0,85650 GBP 16:14:59 EUR/CHF +0,40 % 0,93240 CHF 16:15:01 EUR/JPY -2,29 % 180,358 JPY 16:15:01

Psychologie: Was gegen Einsamkeit hilft - „Besonders verletzlich sind Menschen in Übergängen“

Wissenschaft

Einsamkeit kann Menschen in jedem Alter treffen – selbst wenn sie ständig in Gesellschaft sind. Aber es gibt Menschen in bestimmten Lebenssituationen, die häufiger gefährdet sind. „Besonders verletzlich sind Menschen in Übergängen“, sagt Petra Beschoner, Fachärztin für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin. Die Professorin und Ärztliche Leiterin der Akutklinik Bad Saulgau hat diesen Gefühlszustand der Einsamkeit bei Menschen in speziellen Lebenssituationen ausgemacht: Jugendliche beim Aufbau sozialer Identität, junge Erwachsene nach Umzügen oder Trennungen, ältere Menschen nach Verlusten und Menschen nach dem Ausstieg aus dem Berufsleben. Dieses Signal sei zunächst eine völlig gesunde, sogar sinnvolle Reaktion und könne ein wertvoller Wegweiser sein. Problematisch werde es erst, wenn dieser Zustand über längere Zeit anhält und sich verselbstständigt – also nicht in positiver Veränderung mündet, sondern zu Stress, Selbstzweifel und Rückzug führt. „Viele Betroffene beginnen irgendwann zu glauben: ‚Mit mir stimmt etwas nicht‘ oder ‚Ich passe nicht zu anderen‘. Solche destruktiven Gedanken verstärken die Isolation“, erklärt die Expertin. Schritte aus der Einsamkeit „Zunächst hilft es, das Gefühl überhaupt als Signal zu verstehen und nicht als Defekt. Schließlich ist es kein persönlicher Makel, sondern ein menschliches Grundgefühl. Einsamkeit sagt nichts über den Wert von jemandem aus“, schickt Petra Beschoner vorweg. Sie hält den Zustand für veränderbar. Oft seien es schon kleine Entscheidungen im Alltag, die Raum für mehr Nähe schaffen. Ihre Tipps: Nicht nur auf Einladungen anderer warten, sondern selbst gezielt Leute, die man um sich haben möchte, nach einem Treffen fragen. Sich verstärkt auf einzelne Menschen fokussieren, die einem wirklich guttun, anstatt möglichst viele oberflächliche Kontakte zu pflegen. Nicht zu glauben, man ist nicht richtig oder gehört nicht dazu. Es hilft, mit sich selbst in Kontakt zu treten und Selbstmitgefühl zu entwickeln. Denn Verbindung beginnt nicht nur im Außen, sondern schon im inneren Dialog.

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