Psychologie: Wie kommt die Freude zurück?
Was macht das Leben lebenswert? Sind es nicht die schönen Momente, die langen Sommerabende mit Freunden, anregende Konzertbesuche, Wanderungen durch stille Wälder? Gute Laune, gutes Leben? Das ist ein Gedanke, der mehr und mehr in der Behandlung von psychischen Störungen einfließt. Bisher war die Psychotherapie vor allem gut darin, schlechte Gefühle zu behandeln: etwa Ängste, depressive Stimmungen oder Lustlosigkeit. Aber reicht es, sich nicht mehr so oft traurig zu fühlen oder ängstlich? »Psychische Gesundheit beginnt nicht dort, wo Leiden endet – sondern dort, wo Menschen wieder Freude, Sinn und Verbundenheit erleben können«, sagt die Psychologin Eva-Lotta Brakemeier. Deshalb arbeiten Forscher und Therapeuten zunehmend an Behandlungen, die für positive Emotionen sorgen sollen.