Psychologin Wölfl: "Kinderschutz bedeutet, nicht wegzuschauen"
Seit am Mittwoch bekannt wurde, dass gegen einen der prominentesten Kabarettisten des Landes, Günther Paal alias Gunkl, Anklage wegen einer sexuellen Handlung an einem Kind und des Besitzes von Kindesmissbrauchsmaterial erhoben wurde, sind in der Öffentlichkeit Aufregung, Abscheu und Entsetzen groß. Verstärkt auch durch die Tatsache, dass der Mutter und Großmutter des betroffenen Kindes vorgeworfen wird, das heute fünfjährige Mädchen nicht geschützt, sondern benutzt zu haben, um vom Künstler insgesamt fast 200.000 Euro zu erpressen. Anlass, um mit der klinischen Psychologin Hedwig Wölfl, Geschäftsführerin der Kinderschutzorganisation Möwe, darüber zu sprechen, wie Kinder in solchen Fällen geschützt werden können – und was Medien, Behörden und das Umfeld dazu beitragen können.