Puma bei München gesichtet? KI-Bilder behindern Polizei
Hubschrauber, Drohnen, Bodentrupps und nachts sogar Wärmebildtechnik aus der Luft – trotz Großeinsatzes bleibt die vermeintliche Großkatze nahe des Flughafens verschwunden. Wie es jetzt weitergehen soll.
Die Suche nach einem möglichen Puma im oberbayerischen Landkreis Erding hat bislang zu keinen Ergebnissen geführt. Zum jetzigen Zeitpunkt könne nicht gesichert gesagt werden, ob es sich um einen Puma oder ein ganz anderes Tier handele, sagte die Sprecherin des Landratsamts Erding, Claudia Fiebrandt-Kirmeyer, bei einer Pressekonferenz.
Der Leiter der Polizeiinspektion Erding, Sebastian Pinta, sagte, man habe bisher keinerlei Hinweise auf eine Katzenart wie einen Puma im Zuge der Suche gefunden. Man werde aber weiter nach Hinweisen auf das Tier suchen und am Wochenende verstärkt in der Region um Oberding für Menschen ansprechbar sein.
KI-Bilder behindern Polizeiarbeit
Die Polizei warnt vor mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) generierten Abbildungen von Raubkatzen. Solches Material habe auch die Polizei erreicht, sagte Pinta. "Da möchte ich bewusst eine Grenze setzen. Diese Bilder behindern unsere Ermittlungsarbeit."
Eine Abbildung zeige zum Beispiel eine Großkatze mitten in einer Ortschaft in der Region, sagte Pinta. Die Polizei müsse dann vor Ort ermitteln und mit den Menschen sprechen, von denen die Abbildungen angeblich stammen.
"Das ist eine bewusste falsche Hinweisgebung an die Polizei", sagte Pinta bei einer Pressekonferenz im Erdinger Landratsamt. "Und sie beunruhigen durch die Verbreitung auf Social Media die Wohnbevölkerung. Und das lassen wir als Polizei nicht zu." Die Aufnahme, die die Suche nach dem Tier ausgelöst hatte, halte man aber für authentisch, betonte Pinta.
Bevölkerung soll aufmerksam bleiben
Die Auswertung der Aufnahmen, die die Suche ausgelöst hatten, gingen demnach ebenfalls weiter. Die Sprecherin des Landratsamts rief die Bevölkerung dazu auf, weiter aufmerksam zu bleiben und sich bei Auffälligkeiten mit der Polizei in Verbindung zu setzen.
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Ein Jäger hatte am späten Dienstagabend mit einem Nachtsichtgerät ein verdächtiges Tier gesehen und gefilmt. Ein Experte hält es nach Auswertung der Aufnahmen für möglich, dass es sich um einen Puma handelt. Woher das Tier stammen könnte, ist bislang unklar. (dpa/bearbeitet von phs/nap)