Puma und Liqui Moly: Lager deutscher Firmen in Kyjiw getroffen
Russland will am Mittwoch insbesondere Logistik- und Verteilzentren militärischer Güter in der Ukraine angegriffen haben. Beschädigt wurden dabei auch Lager, die deutsche Unternehmen nutzen: So wurde bei einem Raketenangriff in Kyjiw ein Lager des Ulmer Schmierstoffherstellers Liqui Moly getroffen. Verletzt wurde niemand, wie die Nachrichtenagentur dpa in Berufung auf einen Unternehmenssprecher berichtet. Bei dem völlig zerstörten Objekt handelt es sich nach Auskunft von Liqui Moly um das Zentrallager eines Vertriebspartners in der Ukraine, in dem unter anderem Liqui-Moly-Produkte für den ukrainischen Markt gelagert wurden. Ein niedriger Millionenbetrag an Schaden sei entstanden. Liqui Moly beschäftigt weltweit rund 1300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Schmierstoff- und Additive-Hersteller mit Hauptsitz in Ulm ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen und knackte 2024 erstmals die Marke von einer Milliarde Euro Umsatz. Attacken mit ballistischen Raketen Neben Liqui Moly ist auch Puma von den russischen Angriffen betroffen: Ebenfalls am Mittwoch wurde ein Logistikzentrum des Sportartikelunternehmens getroffen. Auch in diesem Fall seien keine Mitarbeiter verletzt worden, wie eine Sprecherin gegenüber dpa mitteilte. Puma arbeite daran, sein Sortiment für die Ukraine so schnell wie möglich wieder verfügbar zu machen, hieß es weiter. Das Verteidigungsministerium in Moskau hatte am Mittwoch von einem Massenangriff gesprochen, der sich gegen Logistik- und Verteilzentren militärischer Güter gerichtet habe. Getroffen wurden demnach Lagerhäuser in der Hauptstadt Kyjiw und am Stadtrand. Laut ukrainischen Angaben seien auch Wohnhäuser beschädigt worden, mindestens 17 Menschen kamen ums Leben, mindestens 44 wurden verletzt, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj auf der Plattform X mit. (Lesen Sie hier mehr dazu.)