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Punica verschwindet endgültig aus den Supermarktregalen

Wirtschaft

Das Comeback der SaftmarkePunica ist gescheitert. Der Hamburger Getränkevermarkter Columbus Drinks beendet den Vertrieb – im Handel sind nur noch vereinzelte Restbestände zu finden. Der Traum von der großen Rückkehr ist geplatzt: Die Saftmarke Punica, die im Frühjahr 2024 nach längerer Abwesenheit wieder in die deutschen Supermarktregale einzog, steht vor dem endgültigen Aus. Wie die "Lebensmittelzeitung" berichtet, haben sich der US-amerikanische Markeninhaber Tropicana Brands Group und der Hamburger Getränkevermarkter Columbus Drinks bereits zum Jahreswechsel darauf geeinigt, ihre Vertriebskooperation zu beenden. Zwar befänden sich noch vereinzelt Restbestände in den Regalen – frische Ware werde allerdings schon seit Monaten nicht mehr ausgeliefert. Auf der Internetseite von Columbus Drinks tauche die Marke bereits nicht mehr auf. Vom Millionen-Seller zur Randnotiz Der Grund: Die Verkaufszahlen blieben weit hinter den Erwartungen zurück. Im Jahr 2025 gingen laut "Lebensmittelzeitung" gerade einmal rund 350.000 Flaschen über die Ladentheken. Bereits im ersten Jahr nach dem Neustart im Frühjahr 2024 hatte der Absatz mit etwa einer Million Litern das selbstgesteckte Ziel von 50 Millionen Litern drastisch verfehlt. Ursprünglich hatte sich das Gespann aus Tropicana und Columbus Drinks für das erste Jahr sogar fünf bis zehn Millionen verkaufte Flaschen vorgenommen, mittelfristig standen 30 bis 50 Millionen Liter im Raum. Zum Vergleich: In den frühen Neunzigerjahren – der Hochphase der Marke – lag der Punica-Absatz zeitweise bei rund 200 Millionen Litern. Von solchen Dimensionen blieb das Comeback jedoch meilenweit entfernt. Comeback wirkte zunächst vielversprechend Dabei hatte die Rückkehr zunächst vielversprechend gewirkt. Die mediale Resonanz fiel positiv aus und auch Marktforschungsergebnisse signalisierten laut Columbus Drinks Interesse bei den Verbrauchern. Doch am Supermarktregal bestätigte sich das nicht. "Der Endkunde hat durch sein Kaufverhalten dem Handel den Grad seines Interesses signalisiert und der Handel hat daraufhin entschieden", erklärte Columbus-Chef Jörg Harder gegenüber der "Lebensmittelzeitung". Erschwerend kam hinzu, dass die gesamte Fruchtsaft-Kategorie im vergangenen Jahr unter erheblichem Druck stand. Gestiegene Preise sorgten dafür, dass der Absatz in diesem Segment um fast zehn Prozent einbrach – ein ungünstiges Umfeld für einen Marken-Neustart. Empfehlungen der Redaktion Eigenmarken: Das ändert sich im Kaufland-Sortiment Campari wehrt sich gegen Aperol-Nachahmer Mehr Ordnung in WhatsApp-Gruppen: Diese neuen Funktionen kommen Tropicana kämpfte ums Überleben Auch beim Markeninhaber Tropicana Brands Group fehlte offenbar die Bereitschaft, weiter in Punica zu investieren. Der US-Saftkonzern geriet selbst in erhebliche Schwierigkeiten – hohe Rohstoffkosten, intensiverer Wettbewerb und eine zunehmende Abwanderung der Konsumenten zu Alternativprodukten hatten das Unternehmen an den Rand einer Insolvenz gebracht. Erst eine Finanzspritze in Höhe von 400 Millionen US-Dollar wendete im Mai 2025 die drohende Pleite ab. Auf Anfragen der "Lebensmittelzeitung" zur Zukunft von Punica reagierte Tropicana nicht. Stattdessen habe Tropicana den Abfüller Refresco laut Brancheninformationen angewiesen, noch vorhandene Roh- und Packstoffe aufgrund abgelaufener Mindesthaltbarkeitsdaten zu vernichten. Damit dürfte das Kapitel Punica in Deutschland endgültig abgeschlossen sein. Zum ersten Mal wurde Punica 1977 verkauft. Die Marke wechselte mehrmals den Besitzer.

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