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Putin empfängt Trumps Unterhändler: Kushner und Witkoff zu Gesprächen im Kreml

Welt

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Moskau/Berlin – Paukenschlag in Moskau: Der russische Staatschef Wladimir Putin (73) hat wegen des Besuchs von US-Unterhändlern einen dreitägigen Stopp der Luftangriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew angeordnet. Die Angriffspause gilt dem Besuch der US-Unterhändler Steve Witkoff (69) und Trump-Schwiegersohn Jared Kushner (45). Am frühen Abend sind sie zu direkten Gesprächen mit Putin im Kreml eingetroffen.

Die Ukraine hatte im Vorfeld zugesagt, wegen des Besuchs den russischen Luftraum für drei Tage nicht zu gefährden. Putin bezeichnete die Situation, mit der sie sich bei den Verhandlungen befassen müssten, als „schwierig“ und erklärte, dass Witkoff und Kushner inzwischen das Vertrauen der russischen Seite hätten. „Für uns ist die Zusammenarbeit mit ihnen komfortabel“, sagte der Präsident. Witkoff wiederum zeigte sich dankbar, „dass Sie uns heute hier empfangen“. Die Treffen mit Wladimir Putin gehörten für ihn zu den erinnerungswürdigsten überhaupt.

Witkoff und Kushner sind in der Regierung von US-Präsident Donald Trump (80) für die Bemühungen um ein Ende des russischen Krieges zuständig. In den letzten Monaten lagen die Gespräche allerdings auf Eis, auch weil Washington mit dem Krieg gegen den Iran ausgelastet war. Die US-Vermittler haben seit 2025 mehrmals Moskau besucht, waren aber noch nie in Kiew.

So lief die Begrüßung

Auf dem Rollfeld empfangen wurden die Trump-Gesandten von Präsidentenberater Kirill Dmitrijew. Der hatte auch an allen früheren Treffen der US-Gesandten ​mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin teilgenommen. Am Nachmittag dann trafen sich Kushner, Witkoff und Dmitrijew in einem Moskauer Restaurant, bevor es Richtung Kreml ging.

Brisant: Es ist der nächste hochrangige Besuch aus Trumps Machtapparat in Moskau innerhalb kurzer Zeit. Erst am 25. August war CIA-Direktor John Ratcliffe (60) in die russische Hauptstadt gereist . Es war der erste bekannte Moskau-Besuch eines CIA-Chefs seit der Reise seines Vorgängers William Burns (70) im November 2021.

Die Sache mit dem Luftraum

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) kündigte an, dass Kiew, „wie es bei vorherigen diplomatischen Besuchen der US-Seite war“, den normalen Betrieb des russischen Luftraums für den Besuch gewährleisten werde. Von ukrainischer Seite werde es keine Luftangriffe geben, Russland müsse spiegelbildlich reagieren, sagte er. Der „New York Times“ zufolge hat auch die US-Regierung auf einem Angriffsstopp bestanden. Auch deshalb hätten sich die Verhandlungen über die Reise wochenlang hingezogen.

Russland hat aber dennoch in der Nacht zu Samstag die beiden Flughäfen von Kiew angegriffen. Laut Selenskyj sei es „klar“, dass die Attacken in der Nacht zu Samstag im Zusammenhang mit den Vorbereitungen zur Reise von Kushner und Witkoff in die Ukraine stünden.

Werden die Gespräche Fortschritte bringen? Kremlsprecher Dmitri Peskow (58) erklärte am Freitag, Putins Position sei „unerschütterlich“. Russland verlangt demnach weiterhin, dass die Ukraine auf einen Nato-Beitritt verzichtet und die von Moskau beanspruchten vier ukrainischen Regionen vollständig abtritt – inklusive der Gebiete, die Russland bislang gar nicht kontrolliert.

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