Putin kassiert neue Schäden: Ukraine attackiert Radarsystem und Drohnen-Stützpunkte
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Putin kassiert neue Schäden: Ukraine attackiert Radarsystem und Drohnen-Stützpunkte
Von: Lukas Richter
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Die Ukraine meldet über 230 Gefechte am Sonntag.
Kiew – Putins Truppen haben in der Ukraine laut Militärangaben erneut Schäden an Ausrüstung hinnehmen müssen. Am Sonntag (23. August) sollen unter anderem neun gepanzerte Fahrzeuge und 68 Artilleriesysteme ausgefallen sein.
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Auf der Krim griffen ukrainische Einheiten außerdem eine Radaranlage sowie Infrastruktur für unbemannte Boote an. In der Nacht auf Montag wurde die Region Odessa nach Behördenangaben massiv aus der Luft attackiert.
Entlang der Front gingen die Kämpfe weiter. Der ukrainische Generalstab verzeichnete in seinem Lagebericht vom 24. August insgesamt 231 Gefechte am Vortag. Nach den veröffentlichten Zahlen büßten die russischen Streitkräfte dabei 2.418 Waffen, militärische Ausrüstungen und Fahrzeuge ein. Die Angaben sind jedoch nicht alle unabhängig überprüfbar.
Russland fliegt 95 Luftangriffe
Russische Truppen führten dem Bericht zufolge am Sonntag 95 Luftangriffe durch und setzten dabei 299 gelenkte Bomben ein. Hinzu kamen 3.110 Artilleriebeschüsse, davon 29 mit Mehrfachraketenwerfern. Für weitere Attacken seien 10.747 Kamikaze-Drohnen eingesetzt worden.
In der Nacht auf Montag wurden nach Angaben des ukrainischen Katastrophenschutzes Energie- und Gasinfrastruktur sowie Lagerhallen in der Region Odessa beschädigt. Auch Ferienhäuser nahmen Schaden. Brände brachen zudem in trockenem Gras und einem Waldstreifen aus. Tote oder Verletzte gab es demnach nicht.
Ukrainische Einheiten greifen mehrere russische Ziele an
Luftstreitkräfte, Raketentruppen und Artillerie der Ukraine sollen acht Standorte russischer Truppen und sechs Kontrollstellen für unbemannte Luftfahrzeuge angegriffen haben. Dazu kamen fünf getroffene Artilleriesysteme. Beschädigt worden seien außerdem ein Gefechtsstand, ein Kommunikationsknoten und zwei Mehrfachraketenwerfer.
Radar und Drohnen-Infrastruktur auf der Krim angegriffen
Am 22. August und in der Nacht zum 23. August nahmen ukrainische Einheiten mehrere militärische Ziele ins Visier. Auf der Krim seien ein Start- und Lagerplatz für unbemannte Boote sowie ein Bodenrelais zur Steuerung von Drohnen des Typs Geran und Gerbera beschädigt worden. Außerdem sei eine Radaranlage vom Typ ST-68 getroffen worden.
Russland habe am Sonntag bei den Gefechten 1.490 Soldaten verloren. Auch diese Angaben sind nicht überprüfbar. Außerdem seien neun gepanzerte Fahrzeuge, 68 Artilleriesysteme und 16 Bodenrobotersysteme außer Gefecht gesetzt worden.
Bei der weiteren zerstörten Ausrüstung führt die Statistik einen Panzer, zwei Mehrfachraketenwerfer und ein Luftabwehrsystem auf. Dazu kommen 1.761 Drohnen sowie 554 Fahrzeuge & Treibstofftanks. Auch sechs Spezialausrüstungen stehen in der Tagesbilanz.
So hoch beziffert Kiew Russlands Gesamtverluste
Seit Beginn des Krieges habe Russland laut Generalstab 1.478.070 Soldaten verloren. Die Statistik führt außerdem 12.293 Panzer, 25.211 gepanzerte Fahrzeuge und 48.519 Artilleriesysteme auf. Hinzu kommen 2.056 Mehrfachraketenwerfer, 1.586 Luftabwehrsysteme und 440 Flugzeuge.
Weiter nennt die Aufstellung 354 Helikopter, 478.327 Drohnen und 2.368 Bodenrobotersysteme. Erfasst sind zudem 5.052 Marschflugkörper, 35 Schiffe/Boote und zwei U-Boote.
Bei Fahrzeuge & Treibstofftanks beziffert Kiew die Gesamtzahl auf zerstörte 138.773 Einheiten. Für Spezialausrüstungen werden 4.575 angegeben.