Putin setzt diese Drohnen gegen Kiew ein: Ukraine deckt Russlands geheime Flotte unbemannter Waffen auf
Der Krieg in der Ukraine tobt an Land, in der Luft und auch um die Vorherrschaft über das Schwarze Meer. Diese letzte Front sah im Laufe des Krieges große technologische Entwicklungen: Statt klassischer Kriegsschiffe dominieren zunehmend Drohnen den Seekrieg. Der ukrainische Militärgeheimdienst hat nun offenbar Details über die russischen Marinedrohnen veröffentlicht.
Wie das Verteidigungsportal „United 24“ berichtet, experimentiert Russland seit über zehn Jahren mit unbemannten Marinesystemen. Mittlerweile umfasst das russische Arsenal damit eine breite Palette verschiedener Modelle: Von spezialisierten Drohnen zur Frühaufklärung bis hin zu Kampfschiffen, die selbst als Plattform für Flugdrohnen dienen.
Seekrieg der Zukunft: Russlands Marinedrohnen
Iskatel-Drohne: Minenräum-Drohne mit Laufzeit von bis zu sieben Tagen, einer Geschwindigkeit von 25 Knoten und bis zu 600 Kilogramm Nutzlast
Vizir-700: Angriffsdrohne mit Geschwindigkeit von 43 Knoten, Maschinengewehren, Raketenwerfern und 600 Kilogramm Nutzlast
Zefir & Orkan: Gelten als Angriffsdrohnen mit 400 Kilometern Reichweite, einer Höchstgeschwindigkeit von 35 Knoten und fast einer halben Tonne Fracht.
Katran-Drohne: Mutterschiff-Drohne, die auf etwa 200 Kilometern Reichweite kleinere FPV-Drohnen transportieren und einsetzen kann
Schwarzes Meer: der umkämpfte Weg zur Kornkammer
Auch die Ukraine setzt seit Beginn des Kriegs verstärkt auf Marinedrohnen. Die Effektivität der neuen Technologie konnte das Land dabei mehrfach beweisen, so etwa im Dezember 2025, als die Ukraine ein russisches U-Boot mit ihrem Unterwasserdrohnen-Modell „Sea Baby“ beschädigte. Die konstante Bedrohung durch unbemannte Angriffssysteme konnte den Bewegungsradius der russischen Marine stark einschränken und sie zunehmend an ihre Häfen im Schwarzen Meer binden, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“. Die Ukraine gilt weltweit als Vorreiter bei der Entwicklung von Kampfdrohnen - auch da sie durch den Krieg neue Systeme unmittelbar an der Front unter realen Bedingungen testen kann.
Die Drohnen prägen dabei den Kampf um die Kontrolle über das Schwarze und das Asowsche Meer, welche sowohl für die Ukraine als auch für Russland wichtige Transportwege sind. Beide Länder gehören zu den größten Getreideproduzenten der Welt und brauchen Zugang zum Meer, um ihre Ernten auf den Weltmarkt zu bringen. In diesem Jahr hat sich der Kampf um die Exportwege jedoch weiter verschärft: Laut dem ukrainischen Infrastrukturministerium griff Russland allein im Juli 67-mal ukrainische Häfen an. Auch die Ukraine griff verstärkt Russlands größten Hafen am Schwarzen Meer, Noworossijsk, an.