Putin-Sprecher wirft Europa Provokation im Ukraine-Krieg vor
Startseite Politik Putin-Sprecher benennt „größten Fehler überhaupt“ der Europäer – und spricht über „Dritten Weltkrieg“ Von: Bedrettin Bölükbasi Uns auf Google folgen Kremlsprecher Peskow wirft Europa vor, den Ukraine-Krieg zu verlängern. Zugleich kritisiert er die Aufrüstung und spricht über Ängste vor einem Weltkrieg. Moskau – Mehr als vier Jahre nach Beginn des russischen Angriffskriegs bleibt eine diplomatische Lösung des Konflikts in weiter Ferne. Während die Kämpfe an der Front unvermindert andauern, verschärfen sich auch die politischen Spannungen zwischen Russland und dem Westen. Moskau wirft den europäischen Staaten vor, den Krieg durch ihre militärische Unterstützung für die Ukraine weiter anzuheizen – und erhebt erneut schwere Vorwürfe gegen die Regierungen in Europa. Ukraine-Krieg: Peskow hetzt gegen Europa Die Länder Europas drängen die Ukraine nach Ansicht von Kremlsprecher Dmitri Peskow zur Fortsetzung des Kriegs gegen Russland. „Die Europäer glauben immer noch, dass man Russland strategisch besiegen kann“, sagte Peskow in einem Interview der Schweizer Weltwoche. Dies sei „der größte Fehler überhaupt“. Und mit diesem europäischen Rückhalt sei Kiew nicht flexibel. Die aktuelle Entwicklung in Europa, das aktuell massiv aufrüstet, bewertete der Sprecher von Kreml-Chef Wladimir Putin als Transformationsprozess. „Europa hat verstanden, dass es keine richtigen Sicherheitsgarantien der USA mehr gibt“, sagte er und kritisierte die Verwendung von Steuergeldern für die europäische Aufrüstung. „Das ist Gehirnwäsche der europäischen Steuerzahler.“ Ukraine-Krieg: Peskow weist Ängste vor einem Weltkrieg zurück Befürchtungen Europas über eine mögliche Eskalation des Ukraine-Kriegs zu einem Dritten Weltkrieg trat Peskow kategorisch entgegen. „Russland ist zu groß und verantwortungsvoll, um einen Dritten Weltkrieg auszulösen“, betonte er. Auch die USA seien sich möglicher Konsequenzen bewusst. „Wir haben zwar keine guten Beziehungen zur Zeit, aber wir sind klug genug, miteinander zu reden.“ Angesichts der Spannungen infolge des Kriegs in der Ukraine sah Peskow viele Ähnlichkeiten zu den politischen Umständen der 30er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts. „Die Militarisierung Europas beunruhigt uns“, sagte er. Daher hoffe er auf eine neue Generation europäischer Politiker. Zu den russischen Politikern äußerte er sich in dem Interview nicht. (bb mit Agenturen)