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Putin und Trump: Vorwürfe um russische Finanzierung von US-Gasprojekt

Wirtschaft

Geheime Finanzierung vermutet

Russischer Konzern soll hinter US-Milliardenprojekt stecken

Von t-online, ast

25.10.2026 - 10:27 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein milliardenschweres Gasprojekt in Alaska steht wegen mutmaßlicher Zahlungen aus Russland unter Verdacht. Das Vorhaben soll auch bei Gesprächen über ein Ende des Ukraine-Kriegs eine Rolle gespielt haben.

Ein russischer Energiekonzern soll heimlich ein milliardenschweres Gasprojekt in den USA finanziert haben. Das berichten die "New York Times" (NYT) und die "Financial Times" unter Berufung auf frühere Manager des US-Unternehmens Polar LNG und interne Dokumente. Demnach soll der russische Gasproduzent Novatek einerseits Geld bereitgestellt, andererseits auch Einfluss auf die Geschäftsführung genommen haben.

Besonders brisant: Über das Vorhaben wurde offenbar auch im Rahmen der Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Kriegs gesprochen. Russlands Präsident Wladimir Putin habe das Projekt im September mit den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner erörtert, berichtet die "NYT". Hinweise darauf, dass die beiden von der mutmaßlich verdeckten Finanzierung wussten, gibt es laut der Zeitung nicht.

Manager verlassen US-Unternehmen

Polar LNG plant, Erdgas aus Alaska zu verflüssigen und vor allem auf den asiatischen Markt zu bringen. Dabei soll russische Technologie zum Einsatz kommen. Der frühere Unternehmenschef Joel Riddle erklärte, er sei zunächst davon ausgegangen, dass die Finanzierung über eine Firma aus den Vereinigten Arabischen Emiraten laufe. Später habe er erfahren, dass das Geld zumindest teilweise von Novatek stamme.

Riddle verließ das Unternehmen im September, ebenso wie weitere Führungskräfte. Die Vorwürfe werfen Fragen nach möglichen Verstößen gegen US-Sanktionen auf. Polar LNG weist Fehlverhalten zurück und erklärt, alle Aktivitäten stünden im Einklang mit amerikanischem Recht. Das Unternehmen widerspricht zudem Riddles Darstellung seines Ausscheidens und spricht von einer Entlassung.

Russischer Konzern will sich beteiligen

Novatek bestätigte der "NYT" inzwischen, eine Minderheitsbeteiligung an dem US-Projekt anzustreben. Polar LNG erklärte seinerseits, beim US-Finanzministerium eine Genehmigung für den Kauf russischer Anlagen beantragt zu haben.

Wie die "Financial Times" berichtet, war bei den amerikanisch-russischen Gesprächen auch eine mögliche Lockerung von Sanktionen gegen das russische Projekt Arctic LNG 2 im Gegenzug für die Zusammenarbeit in Alaska Thema. Novatek bestreitet allerdings, seine Beteiligung von Sanktionserleichterungen abhängig zu machen. Ob das Vorhaben tatsächlich umgesetzt werden kann, ist weiterhin offen.

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