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Putins Armee überzieht Kiew mit Luftangriffen

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Ukraine-Krieg aktuell: Kurz nach Selenskys Warnung – Putins Armee schlägt in Kiew zu

Von: Sebastian Richter, Felix Busjaeger, Christian Stör, Simon Schröder, Franziska Schwarz, Nail Akkoyun

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Aktuelle News zum Ukraine-Krieg im Ticker: Mindestens sieben Tote nach schweren Luftangriffen auf Kiew. Der Ticker.

Dieser Ticker ist beendet. Weitere News zum aktuellen Ukraine-Krieg finden Sie in unserem neuen Ticker.

Update, 8:08 Uhr: Am Rande des NATO-Gipfels in der Türkei kommt es zu einem Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj. Wie Reuters unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, ist die Begegnung für Mittwoch angesetzt.

Neben dem Selenskyj-Treffen steht auch das Thema Verteidigungsausgaben auf Trumps Agenda: Der US-Präsident werde die NATO-Verbündeten erneut drängen, mehr in ihre Verteidigung zu investieren, erklärte ein hochrangiger Regierungsvertreter. Zudem sind Gespräche mit dem türkischen Präsidenten Erdoğan sowie dem syrischen Staatschef Ahmed al-Scharaa geplant.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Neuer Angriff: Putins Armee schlägt in Kiew zu

Update vom 6. Juli, 6:06 Uhr: Kurz vor dem NATO-Gipfel hat Russland Kiew mit Raketen und Drohnen beschossen und dabei mindestens sieben Todesopfer gefordert. 24 weitere Menschen wurden nach Behördenangaben bei dem nächtlichen Angriff verletzt.

Wie Reuters berichtet, schilderten mehrere Augenzeugen eine Reihe von Explosionen in und um Kiew. Tkatschenko zufolge seien Wohnblöcke und andere Gebäude getroffen worden. Die ukrainische Luftabwehr habe russische Drohnen bekämpft.

Staatschef Wolodymyr Selenskyj hatte am Abend in einer Videobotschaft davor gewarnt, dass Russlands Präsident Wladimir Putin noch vor Beginn des NATO-Gipfels in der Türkei am Dienstag eine weitere Welle schwerer Luftangriffe befehlen dürfte. Dabei berief er sich auf Informationen des ukrainischen Geheimdienstes. „Das entspricht ganz Putins Art – unmittelbar nach dem amerikanischen Unabhängigkeitstag (am 4. Juli) und vor dem NATO-Gipfel in Ankara“ wolle er „noch mehr Unheil anrichten und Menschen töten“, sagte Selenskyj.

Update, 22:21 Uhr: Die ukrainische Armee kämpft in der strategisch wichtigen Stadt Kostjantyniwka im Osten der Ukraine nach Angaben Kiews weiter gegen die russischen Truppen. „Die Kämpfe um Kostjantyniwka, das (Kreml-Chef Wladimir) Putin bereits für sich beansprucht hat, dauern an“, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Sonntagabend in einer Videoansprache. Es sei offensichtlich, dass Putin es niemals wagen würde, sich dorthin zu begeben.

Ukraine-Krieg aktuell: Neue Eskalation befürchtet

Update, 20:44 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj rechnet mit massiven russischen Angriffen noch vor dem NATO-Gipfel Mitte der Woche in Ankara. In einer Warnung auf Facebook berief er sich dabei auf Informationen des ukrainischen Geheimdienstes.

„Das entspricht ganz (Kremlchef Wladimir) Putins Art – unmittelbar nach dem amerikanischen Unabhängigkeitstag und vor dem NATO-Gipfel in Ankara“, sagte er. Russland wolle schlicht „noch mehr Unheil anrichten und Menschen töten“. Die Vertreter der NATO kommen am Dienstag und Mittwoch in der türkischen Hauptstadt zusammen. Gleichzeitig appellierte Selenskyj an die Partner der Ukraine, die Flugabwehr seines Landes zu unterstützen.

Update, 15:53 Uhr: In der Region Charkiw ist es laut ukrainischen Angaben zu einem russischen Angriff gekommen. Russische Truppen hätten demnach mehrfach mit Drohnen attackiert und die Stadt Isjum mit einer Rakete beschossen. Dabei wurde ein Mann getötet, mindestens elf weitere Menschen wurden verletzt, berichtet Ukrainska Pravda unter Berufung auf Oleh Synjehubow, den Leiter der Militärverwaltung der Oblast Charkiw.

Ukraine-Krieg aktuell: Neue Angriffe auf die besetzte Krim

Update, 14:24 Uhr: Ukrainische Streitkräfte haben offenbar den russisch genutzten Militärflugplatz Hwardijske auf der besetzten Krim angegriffen. Dies berichtet die Ukrainska Pravda unter Berufung auf den Generalstab in Kiew. Der Umfang der Schäden war demnach zunächst unklar; der Flugplatz gilt als wichtiger Standort für taktische und Marinefliegerkräfte, Logistik und Wartung. Zudem meldete der Generalstab Angriffe auf zwei Straßenbrücken in der Oblast Donezk. Nach ukrainischen Angaben wurden außerdem drei russische Munitionsdepots in den Oblasten Donezk, Luhansk und Cherson getroffen.

Im aktuellen Ukraine-Krieg: Kiew weitet Krim-Angriffe aus

Update, 13:02 Uhr: Die Ukraine hat ihre erfolgreichen Angriffe im Hinterland der russischen Linien im Juni nach Angaben von Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow nahezu verdoppelt. Die Zahl der getroffenen Ziele in mehr als 50 Kilometern Entfernung von der Frontlinie sei deutlich gestiegen, berichtet die Kyiv Independent unter Berufung auf Fedorows Telegram-Mitteilung vom Sonntag.

Kiew verstärkt demnach seit Monaten seine Mittel- und Langstreckenangriffe, um russische Logistik, Lager, Transportwege und Nachschublinien zu stören; ein Schwerpunkt liegt auf der besetzten Krim, wo es zuletzt zu Treibstoffengpässen kam. Laut Fedorow traf die ukrainische Armee im Juni insgesamt mehr als 200.000 russische Ziele und tötete oder verletzte schwer fast 28.000 russische Soldaten; die Angaben lassen sich unabhängig nicht überprüfen.

Russlands Verluste im Ukraine-Krieg steigen

Update, 11:24 Uhr: Kiew hat neue Zahlen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Nach Angaben des Generalstabs haben die russischen Streitkräfte binnen 24 Stunden etwa 1290 Soldaten verloren. Insgesamt sind demnach bereits mehr als 1,4 Millionen russische Soldaten im Kampf getötet oder schwer verwundet worden. Zudem gibt die Ukraine an, in den vergangenen 24 Stunden 63 Artilleriesysteme und mehr als 1600 Drohnen zerstört zu haben. Nachfolgend ein Überblick der von Kiew genannten Zahlen zu den russischen Gesamtverlusten im Ukraine-Krieg.

Soldaten: 1.409.630 (+1290 zum Vortag)

Panzer: 12.081 (+7)

Artilleriesysteme: 45.388 (+63)

Mehrfach-Raketenwerfer: 1916 (+3)

Luftabwehrsysteme: 1470 (+1)

Marschflugkörper: 4847

Drohnen: 390.738 (+1628)

Die Daten lassen sich unabhängig nicht überprüfen und basieren auf Schätzungen des ukrainischen Generalstabs.

Update, 18:23 Uhr: Die Treibstoff-Situation wird in Russland zunehmend zum Problem. In den sozialen Medien machen die Menschen ihrem Ärger Luft: Immer offener kritisieren Autofahrerinnen und Autofahrer die steigenden Preise an den Tankstellen, Videos von sich um Sprit prügelnden Männern machen die Runde.

Die Strategie der Ukraine, Russland an seiner Lebensader Bodenschätze zu treffen, scheint aufzugehen. Das wird nicht nur am Unmut der russischen Bürgerinnen und Bürger deutlich, auch das ukrainische Militär meldet immer neue Erfolge. 42 Prozent der russischen Raffineriekapazität seien inzwischen außer Betrieb, berichtet der ukrainische Generalstab auf Facebook. Allein im Juni seien demnach acht Raffinerien unter Beschuss geraten. Mehr als 60 Tanks wurden zerstört. Seit September letzten Jahres soll allein die Ölverarbeitungsbranche einen Verlust von 13,5 Milliarden US-Dollar eingefahren haben – die Verluste der Rohölproduktion dürften ebenfalls im Milliardenbereich zu Buche schlagen.

Ukraine-Krieg aktuell: Kiew bestätigt Verlust von Kostjantyniwka nicht

Update, 12:25 Uhr: Das ukrainische Militär hat die von Moskau behauptete Eroberung der Stadt Kostjantyniwka im Industriegebiet Donbass bisher nicht bestätigt. Im Morgenbericht des Generalstabs war die Rede davon, dass es in der Kleinstadt mit früher 67.000 Einwohnerinnen und Einwohnern weiterhin Gefechte gebe.

Kremlchef Wladimir Putin hatte am Vorabend gesagt, die russische Armee habe Kostjantyniwka vollständig unter Kontrolle gebracht. Ukrainische Militärblogs wie DeepState verzeichnen weiterhin nur Teile der Stadt als russisch besetzt. Auch russische Militärblogger reklamieren bislang nicht die gesamte Stadt für ihre Armee. Das Institut für Kriegsstudien (ISW) wertete Putins Siegesmeldung als Versuch, mediale Aufmerksamkeit vor den Unabhängigkeitsfeiern in den USA zu gewinnen.

Russland erobert Frontstadt

Update, 4. Juli, 5:55 Uhr: Das ⁠russische Militär hat nach eigenen Angaben die strategisch wichtige Stadt Kostjantyniwka im ⁠Osten der ‌Ukraine eingenommen. Generalstabschef Waleri Gerassimow habe Präsident Wladimir Putin darüber unterrichtet, ‌teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Die Industriestadt sei unter hohen Verlusten für die ukrainischen Verteidiger erobert worden, wurde Putin von seinem Sprecher Dmitri Peskow zitiert. Putin habe noch am Abend die sofortige Evakuierung aller in Kostjantyniwka verbliebenen Zivilpersonen angeordnet. „Wir alle wissen, dass diese Stadt ein wichtiges Verkehrszentrum und ein großes Industriezentrum des Donbass ist“, sagte der russische Präsident laut Reuters. ​Eine Stellungnahme der Regierung in ⁠Kiew lag zunächst nicht vor.

Ukraine-Krieg aktuell: Stromausfälle auf der Krim

Update, 20:20 Uhr: Wiederholte ukrainische Drohnenangriffe haben auf der von Russland besetzten ukrainischen Halbinsel Krim in größeren Gebieten für Stromausfälle gesorgt. „Derzeit sind mehr als zehn Bezirke ganz oder teilweise ohne Strom“, zitiert die russische Nachrichtenagentur Tass den von Moskau eingesetzten Gouverneur Sergej Aksjonow. „Der Feind greift das Stromnetz der Halbinsel täglich mit Drohnen an.“ Die Lage sei schwierig. Er machte keine Angaben darüber, wie viele Menschen von den Stromabschaltungen betroffen seien.

Ukraine-Krieg aktuell: Russlands viertgrößte Raffinerie muss Produktion einstellen

Update, 19:19 Uhr: Insider berichten, dass die viertgrößte Ölraffinerie Russlands, Norsi, nach einem Drohnenangriff aus der Ukraine die Verarbeitung von Rohöl einstellt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Der Gouverneur der Region Nischni Nowgorod, Gleb Nikitin, teilt mit, dass bei dem Angriff eine Person ums Leben gekommen sei und eine Industrieanlage Schaden genommen habe.

Zwei Personen, die mit dem Vorfall vertraut sind, erklären demnach, dass die Drohne die Hauptanlage der Raffinerie traf, die 53 Prozent der gesamten Kapazität von Norsi ausmacht. Der Eigentümer Lukoil äußert sich zunächst nicht zu dem Vorfall. Norsi gilt als der zweitgrößte Benzinproduzent in Russland.

Update, 18:38 Uhr: Wolodymyr Selenskyj erklärt, dass die Ukraine langfristig mehr Hightech-Waffen produzieren könne als Russland. Das berichtet die Kyiv Post. Im Mittelpunkt von Beratungen mit dem ukrainischen Oberbefehlshaber standen der Ausbau der heimischen Rüstungsproduktion sowie Themen wie Drohnen, Robotersysteme, Raketenentwicklung und elektronische Kriegsführung.

Im Ukraine-Krieg setzt Kiew nun verstärkt auf internationale Finanzierung: Selenskyj wies das Außen- und das Verteidigungsministerium an, bei den Partnern zusätzliche Mittel für die Rüstungsindustrie einzuwerben. „Ich erwarte konkrete Ergebnisse und Vereinbarungen mit unseren Partnern“, sagte der ukrainische Präsident.

Ukraine-Krieg aktuell: Kiew reagiert auf russischen Angriff mit Gegenschlägen

Update, 17:44 Uhr: Nach dem massiven russischen Angriff auf Kiew mit mindestens 30 Todesopfern hat die Ukraine mit Attacken auf verschiedene Ziele in Russland und in den von Moskau besetzten Gebieten reagiert. Dabei wurden nach Angaben der örtlichen Behörden vom Freitag mindestens zehn Menschen getötet. Auch Russland griff die Ukraine erneut an, Behördenangaben zufolge wurden in der Ukraine fünf Menschen getötet, darunter ein Kleinkind.

In Kiew gedachten die Menschen am Freitag der Opfer des Angriffs am Vortag, bei dem nach neuesten Angaben der Rettungsdienste mindestens 30 Menschen getötet wurden. Der Leiter der Militärverwaltung der Hauptstadt, Tymur Tkatschenko, sagte, 91 weitere Menschen seien verletzt worden. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko hatte die russische Attacke als „massivsten Angriff des Feindes auf die Hauptstadt“ bezeichnet und den Freitag zu einem Trauertag für die Opfer erklärt. Wegen der durch den Angriff ausgelösten Luftverschmutzung riefen die Behörden in Kiew die Bewohner auf, möglichst viel Zeit zu Hause zu verbringen.

Ukraine-Krieg aktuell: USA warnen Polen – Russland könnte Provokation gegen NATO planen

Update, 12:24 Uhr: Die USA sollen Warschau davor gewarnt haben, dass Moskau über eine bewaffnete Provokation gegen Polen nachdenkt, um „die Entschlossenheit der NATO zu testen“. Das berichteten The Telegraph und das Portal Onet. Demnach stammen die Informationen von Quellen aus dem Umfeld des polnischen Präsidenten. Demnach habe Washington darauf hingewiesen, Russland könne mit einer solchen Aktion versuchen, die NATO zu „testen“ und zugleich westliche Partner Kiews dazu zu bringen, ihre Unterstützung für die Ukraine auszusetzen. Der Telegraph schrieb, ein solches Vorgehen könne binnen weniger Monate erfolgen.

Als mögliche Szenarien nannten Onet-Quellen demnach Drohnenangriffe auf kritische Infrastruktur wie Kraftwerke oder die Inszenierung eines massiven Luftangriffs, um Polen zur Aktivierung seiner Luftverteidigung zu zwingen. Als radikalstes Szenario wird demnach ein hybrider Angriff im Grenzgebiet genannt – möglicherweise unter Beteiligung belarussischer Soldaten. Russland könnte einen Zwischenfall etwa damit begründen, dass Truppen sich aufgrund gestörter GPS-Signale „verirrt“ hätten, oder eine angebliche „Rettungsmission“ nach einem Hubschrauber-Notfall konstruieren.

Ukraine-Krieg aktuell: Russland weitet Angriffe weiter aus

Erstmeldung: Russland hat die Ukraine nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe in der Nacht zum 3. Juli mit zwei luftgestützten Raketen vom Typ Ch-59/69 sowie 105 Drohnen angegriffen. Die ukrainische Luftabwehr habe 83 Luftziele abgeschossen oder elektronisch außer Gefecht gesetzt, dennoch seien ein Flugkörper und 21 Drohnen an 16 Orten eingeschlagen. Demnach begann der Angriff am 2. Juli gegen 18:00 Uhr. Die beiden Ch-59/69-Raketen seien aus dem vorübergehend besetzten Teil der Oblast Saporischschja abgefeuert worden. Zudem habe Russland 105 Angriffsdrohnen der Typen Shahed (teils mit Strahlantrieb), Gerbera und Italmas sowie Parodiya-Attrappen eingesetzt.

Die Drohnen seien aus den russischen Städten Kursk, Orjol, Brjansk, Millerowo und Primorsko-Achtarsk sowie aus dem vorübergehend besetzten Donezk gestartet worden. An der Abwehr seien unter anderem Kampfflugzeuge, Flugabwehrraketeneinheiten, Mittel der elektronischen Kampfführung, Einheiten für unbemannte Systeme sowie mobile Feuergruppen der ukrainischen Verteidigungskräfte beteiligt gewesen.

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